Erstellt am 17. Oktober 2017, 02:11

von NÖN Redaktion

Verdrängt Streaming das konventionelle Fernsehen?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

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PRO: Andreas Kunigk, Referent „Neue Medien“ der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)

Andreas Kunigk  |  Stögmüller/RTR

In der Gesamtbevölkerung kann noch nicht von einer Verdrängung des klassischen Fernsehens durch Online-Angebote die Rede sein. In der jungen Zielgruppe im Alter 14 bis 29 Jahren hat die Bewegtbildnutzung auf Online-Plattformen schon einen erheblichen Anteil.

Während die Gesamtbevölkerung ihren täglichen Bewegtbildkonsum durchschnittlich noch zu 81 Prozent mit TV-Programmen via Satellit, Kabel oder Antenne und nur zu 14 Prozent aus Online-Quellen deckt, ist das Verhältnis bei den Jungen schon 59 Prozent „TV klassisch“ zu 35 Prozent online. Ob sich Online-Video auch in den älteren Zielgruppen künftig stärker durchsetzen wird oder ob die Jüngeren ihr Nutzungsverhalten ändern, wenn sie älter werden, dazu gibt es verschiedene Ansichten in der Branche.

KONTRA: Martin Reichenauer, Bereichsleiter TV & Video an der Fachhochschule der Wirtschaftskammer Wien

Martin Reichenauer  |  zVg

Klassisches Fernsehen ist vielleicht angeschlagen, aber noch lange nicht k.o. Die Zuwachsraten bei Streaming-Diensten sprechen zwar gegen TV. Allerdings: Bei genauer Betrachtung schlägt sich das alte „Kastl“ gar nicht mal so schlecht. 

Denn während Serien fest in der Hand von Netflix und Co. sind, sorgen Eventshows, Sportübertragungen (soweit die Rechte erschwinglich sind) oder Politdiskussionen nach wie vor im TV für Topquoten. Und sogar die (eigentlich verloren geglaubten) jüngsten Konsumenten wandern wieder vors TV-Gerät, wie eine aktuelle deutsche Studie zeigt. Grund: Man muss nicht selbst mühsam Inhalte auswählen und kann sich berieseln lassen. In diesem Sinne: Der nächste gemütliche Abend auf der TV-Couch kommt bestimmt.

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