Erstellt am 17. April 2018, 02:22

von NÖN Redaktion

Verzicht auf Flugreisen zugunsten des Klimaschutzes?.

Symbolbild  |  motive56/shutterstock.com

PRO: Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher von Greenpeace Österreich

Adam Pawloff  |  Mitja Kobal/ Greenpeace

Die Welt zu bereisen ist wunderbar. Leider wirkt sich Fliegen aber negativ auf das globale Klima aus. Eine Fernreise sollte sich daher wirklich auszahlen; etwa, indem sie einen speziellen Anlass hat und gleich ein paar Wochen dauert.

In Europa sind Reiseziele wie Rom, Hamburg oder gar Moskau gut mit dem Zug zu erreichen. Auch in und um Österreich gibt es tolle Destinationen, die keine lange Anreise erfordern. Radtouren, Thermenurlaube und Sommerfrische in unseren majestätischen Bergen liegen im Trend.

Wer auf den Langstreckenflug verzichtet und Europa stattdessen per Bahn bereist, spart etwa die Hälfte des jährlichen CO 2 -Verbrauchs pro Kopf in Österreich. Das zahlt sich fürs Klima jedenfalls aus.

KONTRA: Norbert Eidler, Filialleiter des Wiener Neustädter Reisebüros Kuoni

Norbert Eidler  |  privat

Durch einen Verzicht auf Flugreisen würden wir an der gegebenen Situation nichts ändern. Fluglinien müssen für ihren Schadstoffausstoß Verschmutzungsrechte kaufen. Ein Teil dieses Geldes fließt in Klimaschutzprojekte. Sollte der Flugbetrieb zurückgehen, würden die Verschmutzungsrechte von anderen Unternehmen aufgekauft werden.

Der Dreck würde also weiterhin in die Luft geblasen werden; es gäbe keine Verringerung, sondern nur eine Verlagerung des Problems. Weiters ist in vielen Ferndestinationen der Tourismus oft die einzige Einnahmequelle. Ein Verzicht auf Flugreisen würde diese schwer treffen.

Ich persönlich trage meinen Teil zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt bei, indem ich kein Auto besitze und mit dem Fahrrad oder mit dem Zug unterwegs bin.

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