Erstellt am 13. Oktober 2016, 12:39

In Haushalten wird einmal pro Jahr ausgemistet. Jeder österreichische Haushalt wird im Schnitt alle 12,4 Monate - also etwa einmal pro Jahr - ausgemistet. Trotzdem beklagt jeder Dritte laut Umfrage der Flohmarkt-App Shpock zu wenig Stauraum in den eigenen vier Wänden. In Wien steigt diese Zahl sogar auf 41 Prozent.

Jedes Jahr sammelt sich Krimskrams an, der irgendwann ausgemistet wird  |  APA (webpic)

"Die Ursachen für dieses Platzproblem sind vielschichtig, doch zu einem großen Teil sind sie selbst verschuldet", hieß es dazu seitens der APP-Betreiber. "Fehler beim Ausmisten, unbedachter Konsum und ungewollte Geschenke tragen dazu bei, dass 33 Prozent aller Haushalte unter Platzmangel leiden."

Eines der Hauptprobleme ist, dass die Art und Weise, wie ausgemistet wird, verbesserungswürdig ist: Für 72 Prozent der Österreicher ist Ausmisten eine lästige Pflicht, die sie spontan und ohne Plan erledigen. Dem gegenüber stehen lediglich 18 Prozent, die systematisch und effizient vorgehen. Darüber hinaus gaben 42 Prozent zu, dass es ihnen schwer fällt, sich von ungenutzten Dingen zu trennen.

Unachtsamer Konsum sorgt für Stauraum-Dilemma

"Das erklärt auch, warum viele Österreicher weiterhin im Besitz von Dingen sind, die sie eigentlich nicht mehr benötigen. So gibt mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) zu, Kleidung aufzubewahren, die längst nicht mehr passt oder gefällt", berichteten die App-Betreiber.

Ein weiterer Auslöser für das Stauraum-Dilemma in den eigenen vier Wänden ist demnach der unachtsame Konsum. 31 Prozent haben in den letzten zwölf Monaten etwas gekauft, ohne diese Dinge im Nachhinein tatsächlich zu verwenden. Auffällig sei, dass Frauen eher zu sogenannten Fehlkäufen tendieren als Männer (36 Prozent gegenüber 27 Prozent), bemerkten die Shpock-Betreiber.

Auch ungewollte Geschenke tragen zum Platzmangel bei. 34 Prozent der Befragten bekamen im vorangegangenen Jahr von Verwandten, Freunden und Kollegen mindestens einmal Dinge geschenkt, für die sie keine Verwendung hatten. Bei den 18- bis 24-Jährigen wurde sogar jeder Zweite "Opfer" eines ungewollten Geschenks.