Erstellt am 19. April 2017, 02:32

von Christine Haiderer

Von Hund mit Zeck. Wenn Hunde vom Spielen und Spazierengehen Zecken mitbringen, sollte man diese entfernen.

„Absuchen und Absammeln!“, heißt die Devise.  |  Robert  Przybysz/Shutterstockcom

Es ist wieder Zecken-Zeit. Und damit heißt es für Hundebesitzer: „Absuchen, Absammeln und Zeckenschutz anlegen!“, schreibt Tina Wessig, Journalistin und Hundetrainerin im Wienerwald, in ihrem Blog.

Zecken früh zu entfernen, macht unter anderem Sinn, um Borreliose zu verhindern. Immerhin: „Die Zecke muss mindestens 48 Stunden saugen, ehe die Krankheit übertragen wird.“ Eine Infektion mit Borreliose ist bei Hunden häufig, „aber wesentlich seltener als der Mensch zeigt der Hund Symptome“, so Wessig. Monate später können Mattigkeit, Fieber, Lahmheiten, vergrößerte Lymphknoten, „Ticks“ … auftreten.

Hohes Fieber und torkelnder Gang gehören zu Symptomen

Aber „auch FSME, Babesiose und Anaplasmose können den Hundeorganismus massiv schädigen“, betont Wessig. FSME beispielsweise kann zu einer Entzündung der Hirnhäute führen – „vor allem bei jungen Tieren oder Senior-Hunden kann einiges zurückbleiben, sagen Tierärzte“, erfährt man. Zu Symptomen zählen hohes Fieber, torkelnder Gang, fehlende Gesichtsmimik, Krampfanfälle usw. Babesiose wiederum kann zu Blutarmut, Nierenschäden usw. führen. Und: Bei Anaplasmose kann der Hund matt, appetitlos und leicht anämisch sein und Fieber haben.

Sollte ein Hund übrigens erkranken, muss man ihn schonen, betont die Autorin von „Die Welt mit seinen Augen sehen“ (erschienen bei Books on Demand).

Sich über Zeckenschutz informieren

Wer Zecken und Erkrankungen vermeiden will, kann sich über Zeckenschutz vom Tierarzt informieren: Halsband, Spot-on-Produkt (dabei wird Zeckenschutz in den Nacken geträufelt und über die Haut aufgenommen) oder Tablette? „Es ist Geschmackssache“, so Wessig, die mit Spot-on gute Erfahrungen gemacht hat.

Dennoch: „Wenn der Hund Nebenwirkungen zeigen sollte, was immer wieder vorkommt, kann er vom Halsband rasch wieder befreit werden, mit dem Spot-On ist es schon schwieriger und wenn der Hund die Tablette eingenommen hat, hat man bei Nebenwirkungen wenig Handhabe.“

tina-wessig.blogspot.co.at