Erstellt am 23. Dezember 2013, 08:00

Adele Neuhauser als terroristische Ministerin. Die NÖ Promi-Szene

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Von Verena Randolf

„Mir geht es großartig! Sie können sich nicht vorstellen, wie glücklich ich bin!“; Schauspielerin Adele Neuhauser lacht. Mit 54 startet sie gerade richtig durch: Sie ist eine der gefragtesten Schauspielerinnen des Landes, spielt unter anderem Kommissarin Bibi Fellner im „Tatort“ und Julie Zirbner in „Vier Frauen und ein Todesfall“.

Verbindung zum Waldviertel, Dreh in Leipzig

Aufgewachsen ist Neuhauser irgendwo zwischen Wien, Griechenland und dem Waldviertel. „Meine Großeltern haben zuerst in Bockschlag und dann in Gutenbrunn gelebt. Dieser Kontrast vom mystischen Waldviertel zu Griechenland war schon als Kind etwas ganz Besonderes – da liegen Welten dazwischen! Und ich mag beides sehr gerne!“ Schade sei es, findet sie, dass sie momentan weder Zeit für das eine noch für das andere hat.

Sie sitzt in ihrem Hotel in Leipzig und telefoniert während einer Drehpause. Eine neue Komödie — an der Seite von Michael Ostrowski — ist im Entstehen: „Das sind jetzt die letzten Anstrengungen vor Weihnachten“, erzählt sie, „dann gibt es eine kurze Pause!“ Die Feiertage verbringt die Schauspielerin mit ihrer Familie in Wien, Urlaub gibt es heuer keinen.

Vorweihnachtliches Premierenfieber zu Film mit Doppelrolle

Ein spannender Moment vor den Feiertagen: Die Premiere des neuen Sicheritz-Filmes „Bad Fucking“ (nach dem Buch von Kurt Palm, erschienen im Residenz Verlag).

Neuhauser spielt in der Verfilmung des Kurt Palm Erfolgsromans eine Doppelrolle: „Mir haben beide Figuren sehr gut gefallen“, erinnert sich die gebürtige Griechin.

„Frau Sperr hat mich allerdings mehr gefordert.“ „Maria Sperr“ – zur Erklärung – ist Innenministerin, die als Bauunternehmerin in Bad Fucking quasi nebenberuflich ein Asylantenheim errichten lassen will. Während „Sarena“, die zweite von Neuhauser verkörperte Figur, Terroristin ist.

„Bad Fucking gibt es überall“

Eine infernalische Komödie sei der Film, sagt sie. Eine Studie über die österreichische Provinz. Und nein, klärt die Tatort-Kommissarin auf, nur weil Fucking („man sagt es mit „u“ übrigens, nicht mit „a“) ursprünglich im benachbarten Oberösterreich liegt, könne man sich hierzulande trotzdem nicht entspannt zurücklehnen: „Bad Fucking gibt es überall. Überall in Österreich und auch über seine Grenzen hinaus!“