Erstellt am 20. März 2017, 13:12

von APA Red

NÖ Landesausstellung über Recht und Unrecht. Auf Schloss Pöggstall im südlichen Waldviertel wird ab 1. April die NÖ Landesausstellung 2017 "Alles was Recht ist" gezeigt.

Präsentation des Exponats "Fotoalbum des Scharfrichters Josef Lang": der Künstlerische Leiter Kurt Farasin, Historiker Peter Aichinger-Rosenberger, Wolfgang Schmutz vom inhaltlichen Team, die wissenschaftliche Leiterin Elisabeth Vavra, Landeshauptmann Erwin Pröll, Pöggstalls Bürgermeisterin Margit Straßhofer, Guido Wirth, Geschäftsführer der NÖ Landesausstellungen, Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur, und Historiker Andreas Zajic. (v.l.n.r.)  |  NLK Pfeiffer

23 Gemeinden aus den Bezirken Melk, Krems und Zwettl, 85 Regionspartnerbetriebe und sechs Ausflugsziel-Stationen sind für Gäste gerüstet. "Die Landesausstellung soll die gesamte Region stärken", sagte Landshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in einem Pressegespräch am Montag.

Die Landesausstellung soll laut Pröll nachhaltige wirtschaftliche und touristische Impulse in der Region rund um Pöggstall, das auch als "Meran des Waldviertels" bezeichnet werde, auslösen. 23 Millionen Euro wurden in die diesjährige Schau investiert, davon neun Millionen in die Generalsanierung des Schlosses. "Der Ausstellungsstandort mitten im Ort ist ein Juwel", stellte der scheidende Landeshauptmann beim Pressegespräch in St. Pölten fest.

Die Schau spanne den Bogen von der Rechtsgeschichte bis zur Gegenwart, erklärte die wissenschaftliche Leiterin Elisabeth Vavra: "Wir wollen zeigen, dass Gesetze ständig in Bewegung sind." Die Ausstellung soll Besucher auch zum Nachdenken über Themen wie Strafen und Menschenrechte anregen.

Zu sehen sein werde eine Mischung aus Originalobjekten, grafischen Aufbereitungen, multimedialen und interaktiven Stationen, kündigte Vavra an. Geachtet wurde auf physische und inhaltliche Barrierefreiheit - so umfasst die Ausstellung zum Beispiel Texte in Profilschrift und Braille, tastbare Objekte, Hörstationen und Leichter-Lesen-Texte.

Sonderausstellung über Schloss Pöggstall

Neben "Alles was Recht ist" befasst sich im Rondell eine Sonderausstellung unter dem Titel "Schloss Pöggstall - zwischen Region und Kaiserhof" mit Erkenntnissen der Bauforschung und der Besitzgeschichte des Schlosses, das seit 1986 der Gemeinde gehört. Diese Schau werde auch nach Ende der Landesausstellung zu sehen sein, kündigte die Bürgermeisterin von Pöggstall, Margit Straßhofer (ÖVP), an. Weitere Ausstellungen seien geplant, zudem werde 2018 das Gemeindeamt in das Schloss einziehen.

Besucher, die zur Landesausstellung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Melk einen kostenlosen Shuttlebus nutzen. Ein einstündiger Wanderweg lädt dazu ein, die Umgebung des Schlosses zu erkunden.

Die NÖ Landesausstellung findet alle zwei Jahre statt. Seit 1960 wurden mehr als zehn Millionen Gäste verzeichnet. Durch die Schau "Ötscher:reich - Die Alpen und wir" im Mostviertel 2015 seien rund 30 Millionen Euro an zusätzlicher regionaler Wertschöpfung erwirtschaftet und 250 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen worden, sagte Guido Wirth, Geschäftsführer der NÖ Landesausstellung. Heuer werde ein ähnlich hohes Niveau erwartet. 2019 ist Wiener Neustadt Standort der Landesausstellung.

www.noe-landesausstellung.at