Erstellt am 03. Februar 2014, 12:35

Altösterreichisch-rumänischer Bischof wird seliggesprochen. Der altösterreichisch-rumänische Märtyrerbischof Anton Durcovici, geboren 1888 als Anton Durkowitsch im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg, wird am 17. Mai in Iasi (Rumänien) seliggesprochen.

Der aus Bad Deutsch-Altenburg stammende rumänische Bischof Anton Durovici wird seliggesprochen. Papst Franziskus hat das nötige Dekret bereits unterzeichnet. Foto: Rupprecht Anton Durkowitsch (Durcovici) In Bad Deutsch-Altenburg geborener M?rtyrer-Bischof von Iasi (Rum?nien) Wien, 10.11.2001 © Franz Josef Rupprecht; A-7123 M?nchhof; Bank: Raiffeisenkasse M?nchhof (BLZ: 33054), Kto.: 17.608  |  NOEN, (Franz Josef Rupprecht)
Dies berichtete die Kathpress am Montag. Durcovici, 1948 zum katholischen Bischof von Iasi geweiht, starb 1951 im Securitate-Foltergefängnis Sighetul-Marmatiei.

Durcovici übersiedelte im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie von Bad Deutsch-Altenburg nach Iasi zu einer Tante und später nach Bukarest. Nach Studien in Rom wurde er dort am 24. September 1910 zum Priester geweiht. Er wirkte als Studienpräfekt und Professor am katholischen Priesterseminar in Bukarest, als einfacher Gemeindepfarrer und später als Generalvikar von Bukarest.

Lebendiges Andenken

Am 30. Oktober 1947 - die kommunistische Machtergreifung war bereits erfolgt - wurde er zum Diözesanbischof von Iasi ernannt. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Gerald Patrick O'Hara, weihte ihn am 5. April 1948 zum Bischof. Bereits am 26. Juni 1949 wurde Durcovici von der kommunistischen Staatspolizei verhaftet. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1951 starb er im Gefängnis von Sighetul Marmatiei. Das Andenken des aus Österreich stammenden Märtyrer-Bischofs ist bei den rumänischen Katholiken sehr lebendig.

1987 begannen in Wien die Vorbereitungen für einen Seligsprechungsprozess. Sie wurden nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur im Jänner 1990 in der Erzdiözese Bukarest weitergeführt. Die Seligsprechungsfeier für den Altösterreicher wird am 17. Mai 2014, dem 126. Geburtstag des Seligen, vom Präfekten der Heiligsprechungskongregation Kardinal Angelo Amato geleitet. Kardinal Christoph Schönborn hat bereits zugesagt, zu der Feier anzureisen.

Durcovicis Heimatort Bad Deutsch-Altenburg gehört zur Erzdiözese Wien. Die Straße, an der Durcovicis Geburtshaus steht, heißt seit einigen Jahren "Bischof-Durcovici-Straße", am Haus wurde eine Gedenktafel für den Märtyrer-Bischof angebracht.