Erstellt am 13. Juni 2017, 09:50

von Ewald Baringer

Geschichtsträchtiges und Grausames auf der Bühne. Geschichtsträchtiges, Grausames und ein Gipfel: An vier Samstagen wird das Amphitheater Petronell wieder zur Bühne.

Marko Mandic (hier im Vorjahr als „Pylades“) kehrt nach Carnuntum zurück: In der Inszenierung von Ivica Buljan verkörpert er die Titelrolle in Senecas „Thyestes“.  |  Barbara Pálffy

Ab 24. Juni halten wieder Welt-Theater und Welt-Geschichte beim Festival Art Carnuntum Einzug: Im römischen Amphitheater von Petronell eröffnet „Thyestes“ von Seneca den weltdramatischen Reigen, Regie führt Ivica Buljan, als Hauptdarsteller ist Marko Mandic zu sehen (in Erinnerung als Pylades im Vorjahr), gespielt wird in slowenischer Sprache.

Es folgt eine Wiederaufnahme von „The Summit/Der Gipfel“ (1. Juli): Prinzipal Piero Bordin hat als Eigenproduktion eine Zeitreise ins Jahr 308 inszeniert, bei der auf originelle Weise der sogenannten Kaiserkonferenz von Carnuntum beigewohnt werden kann – in Form von TV-Liveberichterstattung.

Da das Globe Theatre London diesmal nicht auf Tournee geht, Bordin aber auf Shakespeare nicht verzichten will, konnte Gerard Logan gewonnen werden, der am 8. Juli seine beim Edinburgh Fringe Festival preisgekrönte One-Man-Show „The Rape of Lucrece“ zeigt. Und schließlich bringt das Ensemble Persona den Klassiker „Antigone“ von Sophokles in deutscher Sprache zur Aufführung.

Karten für alle Aufführungen gibt es zum Einheitspreis von 20 Euro, ein Festivalpass um 40 Euro ermöglicht den Besuch von drei Vorstellungen. Und wer auf Shakespeares Globe Theatre nicht ganz verzichten will: Am 23. Juli wird zum Filmabend in die Kulturfabrik Hainburg geladen (Anmeldung: shakespeare-stage.com). www.artcarnuntum.at