Erstellt am 18. Oktober 2016, 09:14

von Carina Rambauske

Als Frau ein Mann sein. Vier Standorte in Wien und NÖ befassen sich 2017 mit Leben, politischem Werk & Mythos Maria Theresia.

Bilderbox.com

Sie war 16-fache Mutter, Regentin fast volle vierzig Jahre lang (1740 bis 1780) und wird als große Herrscherin gefeiert: Maria Theresia.

300 Jahre nach ihrem Geburtstag am 13. Mai 1717, nehmen die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesm.b.H. und der KHM Museumsverband dies zum Anlass für eine Ausstellung (ab 15. März) an vier Standorten in Wien und NÖ.

„Einmal hatten die Habsburger einen richtigen Mann als Herrscher und dann war es eine Frau“, gibt Werner Telesko, Kurator des Hofmobiliendepots, einen Einblick über die Ambivalenz zwischen weiblicher Identität und „männlicher“ Herrschermacht, mit der die Regentin zu kämpfen hatte.

Obwohl Maria Theresia der Aufklärung skeptisch gegenüberstand, gilt diese Epoche bis heute als Reformperiode. „Kriege, Leid und Intoleranz prägten ihre Regierungszeit ebenso wie nachhaltige Reformen und zukunftsweisende Modernisierung des Staates“, so Karl Vocelka, Kurator für Schloss Hof und Niederweiden.

Zusammen wird nicht nur ein Bild über ihr Leben und Wirken gezeigt, sondern auch ihre Intoleranz gegenüber anderen Konfessionen sowie die Entstehung des „Mythos Maria Theresia“ kritisch betrachtet.

www.mariatheresia2017.at