St. Pölten

Erstellt am 11. Oktober 2016, 07:01

von Thomas Jorda

Suche nach der Freude. Das Tonkünstlerorchester unter seinem Chefdirigenten Yutaka Sado lädt wieder zum großen Event: 300 Sängerinnen und Sänger singen Beethovens Neunte.

Yutaka Sado bei der Probenarbeit zur Neunten Symphonie Beethovens. Der Meister liebt diese Musik!  |  Johannes Brunnbauer, Johannes Brunnbauer

Der Erfolg in Grafenegg war beeindruckend. Hunderte Sänger und Sängerinnen verschiedener Chöre hatten sich im Auditorium die Neunte Symphonie Ludwig van Beethovens erarbeitet und auch – vom Publikum heftig applaudiert – gesungen.

Erfolg will wiederholt werden. Und das geschieht am 20. November im Festspielhaus St. Pölten. Der Titel bleibt gleich: „Seid umschlungen, Millionen“.

Friedrich von Schillers „Ode an die Freude“ liegt dem vierten Satz Beethovens zugrunde. Was der dazu komponiert hat, ist inzwischen zur Europahymne geworden. Die Symphonie jedenfalls ist eine der Zimelien der Tonkunst, gepflegt und gehegt und vor allem jedes Jahr meist zu Silvester aufs ergriffene Publikum losgelassen.

Es bedurfte erst des Japaners Sado, um nicht nur in Ergriffenheitskategorien zu denken, sondern auch das Spektakelhafte an dieser Musik zu sehen. Und Spektakel wollen gefeiert werden. Das hat Sado in seiner japanischen Heimat vorgezeigt und nach Niederösterreich getragen: „Dieses Projekt“, sagt er, „ist eine sehr persönliche Reise für uns alle. Orchester, Chöre, Solisten, Publikum und ich selbst – wir alles suchen und fühlen unsere eigene Freude!“

Mit Sado werden folgende Solistinnen und Solisten auf der Bühne stehen: Rebecca Nelsen (Sopran), Dorottya Láng (Mezzo), Daniel Norman (Tenor), Tobias Berndt (Bariton) und fast 300 Sängerinnen und Sänger folgender Chöre: Chor St. Martin-Markersdorf, Projektchor Gföhl-Jaidhof, Ensemble VielXang Hennersdorf, Chor con cor Mistelbach, Projektchor St. Pölten, Choriandoli Wien, BOKU Chor Wien, der Projektchor Wien.