Erstellt am 21. Oktober 2015, 07:32

von Martin Gebhart

Christoph Schönborn: "Weniger abstrakt und distanziert". Kardinal Christoph Schönborn hielt Festrede bei Jubiläumsfeier im Vatikan.

Kardinal Christoph Schönborn vertritt die österreichische Bischofskonferenz bei der Sitzung der Synode in Rom.  |  NOEN, APA/HERBERT NEUBAUER

Kardinal Christoph Schönborn nimmt derzeit an der Familiensynode im Vatikan teil. Am Rande davon wurde in Anwesenheit von Papst Franziskus ein Festakt zum Jubiläum „50 Jahre Bischofssynode“ gefeiert, bei dem der Wiener Erzbischof Festredner war. Dabei stellte er deutlich klar, was er von den Teilnehmern der aktuellen Familiensynode erwartet: „Reden wir weniger abstrakt und distanziert!“

„Haltung des Aufbruchs“

Eine Bischofssynode sieht Schönborn als „Ort der Interpretation und Umsetzung der vom Konzil gewollten Reformen“. Bei der Familiensynode diskutieren der Papst, 300 Bischöfe und weitere Experten bis 25. Oktober im Vatikan das Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“. Dabei geht es um den Umgang der Kirche mit den konkreten Situationen der Familien von heute. Kardinal Schönborn in seiner Rede: Es gehe bei der Reform der Strukturen, die für die pastorale Neuausrichtung erforderlich ist, um eine „Haltung des Aufbruchs“.