Erstellt am 02. März 2016, 05:39

von Verena Randolf

Clara Blume: Umgeben von Klangwelten. Clara Blume bezauberte mit ihrem Gesangsdebüt unter anderem Robert Palfrader in der ORF-Satire-Sendung „Wir sind Kaiser“.

Clara Blume  |  NOEN, Hawliczek
„Meine große Freude im Leben ist, live auf der Bühne zu singen!“, sagt Clara Blume. Vor genau einem Jahr hat die Breitenfurterin ihr Debütalbum „Here comes everything“ veröffentlicht. Von den Kritikern sehr gelobt, erfolgt jetzt, zwölf Monate später, die Ernüchterung: „Ich war bereit, alles in dieses Projekt zu investieren“, meint sie, „ob das eine gute Idee war, weiß ich nicht.“

Arbeit am ersten Album sehr aufwendig

Finanziell und nervlich sei die Produktion des ersten Albums sehr belastend gewesen: „Ich habe eineinhalb Jahre gemeinsam mit meinem Bruder und einem 25-köpfigen Orchester daran gearbeitet. Was es bedeutet, Stunde um Stunde da zu sitzen, umgeben von diesen Klangwelten … das kann man sich als normaler Mensch gar nicht vorstellen.“

Schwer, eine Plattform zu finden

Und dann kam da noch das Problem mit dem Radio: „Den österreichischen Sendern fehlt einfach der Mut, groß zu denken“, sagt die 31-Jährige. „Für unsere avantgardistische Musik mit Pop- und Jazzeinschlägen ist es einfach schwer, eine Plattform zu finden.“

Zweites Album in Arbeit

Entmutigen lässt sich die hübsche, junge Frau mit den spanisch-philippinischen Wurzeln dennoch nicht: „Ich schreibe bereits an Songs für das zweite Album“, verrät sie. Eine Feinjustierung wolle sie dafür vornehmen: „Sich ein bisschen mehr an den Markt anpassen.“

Kraft für die neuen Herausforderungen schöpft Blume, die im Übrigen tatsächlich so heißt, bei ihren Eltern in Breitenfurt: „Ich habe 20 Jahre lang da gelebt, ich liebe die Natur und mag die Gegend sehr!“