Erstellt am 28. Januar 2016, 05:03

von Thomas Jorda

Das Ende der Kelten, der Aufstieg Roms. Erster Kontakt. Quellen nennen das Jahr 186 vor Christus, als die Kelten des Königreiches Noricum in Norditalien eine Stadt gründen wollten – der erste offizielle Kontakt aus dem Gebiet des heutigen Österreich mit den Römern. Die sahen das gar nicht gerne, verhinderten die Einnistung aus dem Norden und gründeten ihrerseits 181 vor Christus an der nordadriatischen Küste die Stadt Aquileia.

Feldherr Tiberius  |  NOEN, edu

Erster Kontakt. Quellen nennen das Jahr 186 vor Christus, als die Kelten des Königreiches Noricum in Norditalien eine Stadt gründen wollten – der erste offizielle Kontakt aus dem Gebiet des heutigen Österreich mit den Römern. Die sahen das gar nicht gerne, verhinderten die Einnistung aus dem Norden und gründeten ihrerseits 181 vor Christus an der nordadriatischen Küste die Stadt Aquileia.

Gastfreundschaft. Von hier aus wurde der spätere niederösterreichische Raum wirtschaftlich und kulturell durchdrungen und Jahrhunderte danach christianisiert. Trotz allen Misstrauens bestand zwischen Rom und Noricum noch viele Jahrzehnte lang ein „hospitium publicum“ (öffentliche Gastfreundschaft), der diplomatischen Verkehr und Handelsbeziehungen – meist zum Wohle der Römer – ermöglichte.

Unterworfen. Erst im Zuge des pannonisch-dalmatinischen Aufstandes wurde Noricum im Jahr 8 vor Christus von den Truppen des Feldherrn und späteren Kaisers Tiberius Claudius Nero unterworfen und das Gebiet des Wiener Beckens südlich der Donau der Provinz Pannonien angegliedert. Der Aufstand hätte beinahe Roms Ende bedeutet und trug Schuld daran, dass Kaiser Augustus Germanien nicht unterwerfen konnte (Niederlage in der Varusschlacht 9 nach Christus).

Nächste Woche: Carnuntum