Erstellt am 12. Oktober 2016, 07:35

von Thomas Jorda

Die Stammburg der Habsburger. Der Aufstieg der Grafenfamilie Habsburg begann mit der Krönung von Rudolf von Habsburg.

Die Habichtsburg: heute Museum und Restaurant.  |  NOEN, R. Zumbuehl

Königswürde. Rudolf von Habsburg (1218 bis 1291) wurde 1273 von den Kurfürsten zum ersten König des Heiligen Römischen Reiches aus dem Geschlecht der Habsburger gewählt. Mag sein, dass er ein Kompromisskandidat war. Aber mit ihm fing der beispiellose Aufstieg einer kleinen Grafenfamilie zu einer der bedeutend sten Dynastien Europas an.

Gipfelburg. Die Geschichte begann auf dem 505 Meter hoch gelegenen Wülpelsberg im Schweizer Kanton Aargau. Der Gründer der später so genannten Habichtsburg (deren Namen aber nicht vom Habicht, sondern vom althochdeutschen hab oder haw – Flussübergang herrührt) war um 1020/30 ein gewisser Radbot. Als erster urkundlich gesicherter Graf von Habsburg gilt Otto II. (1108). Seine Familie soll sich vom elsässischen Geschlecht der Etichonen ableiten.

Zu klein. Die Habsburger, die immer mächtiger wurden, verließen um 1225 ihre zu klein gewordene Burg und bezogen repräsentativere Anlagen, ehe König Rudolf seinen Herrschaftsmittelpunkt nach Wien verlegte. Aus der Stammburg war eine von vielen Burgen in den so genannten Vorlanden geworden. Das Aargau und die Habichtsburg aber gingen den Habsburgern 1415 – nach der Eroberung durch die Eidgenossen – endgültig verloren.

Nächste Woche: König Rudolf I.