Erstellt am 03. August 2016, 05:25

von Thomas Jorda

Ein Kreuzzug und Österreichs Farben. Der Ursprung der österreichischen Farben.

Die Festung von Akkon heute – hier entstanden angeblich Österreichs Farben Rot-Weiß-Rot.  |  NOEN, Shanara

Handfeste. Auf Heinrich II. Jasomirgott folgte sein Sohn, der fünfte Herrscher aus dem Geschlecht der Babenberger mit dem Namen Leopold. Er kam 1157 zur Welt, wurde „der Tugendhafte“ genannt, war von 1177 bis zu seinem Tod 1194 Herzog von Österreich und von 1192 an auch Herzog der Steiermark. Dank der 1186 geschlossenen Georgenberger Handfeste kamen die Steiermark und Teile Oberösterreichs zu Österreich, das sich bereits in ein großes Reich wandelte.

Friedensschluss. Dazu trug ebenfalls der Frieden 1179 mit Ungarn bei, der Leopold auch seine Gattin bescherte, Ilona, Tochter des ungarischen Königs Géza II. Mit ihr hatte er zwei Söhne, Friedrich I. und Leopold VI.

Kreuzzug. Berühmt und berüchtigt wurde Leopold durch zwei Ereignisse. Die tatsächliche Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz. Und die legendäre Urheberschaft der österreichischen Farben – ein silberweißer Streifen auf rotem Grund – soll bei der Belagerung von Akkon (1189 bis 1191) entstanden sein. Der ursprünglich weiße, nach der Schlacht rote, blutgetränkte Waffenrock Leopolds hatte dort einen weißen Streifen, wo der Schwertgürtel befestigt war. Ein Mythos, der schon 1260 erstmals schriftlich festgehalten wurde.

Nächste Woche: das Kingnapping