Erstellt am 24. August 2016, 05:29

von Thomas Jorda

Erster Friedrich und der sechste Leopold. Die Babenberger auf dem Höhepunkt ihrer Macht.

Leopold VI. vermittelt zwischen Papst (links) und Kaiser.  |  NOEN, SK

Erfolglos. Leopold V. wurde „der Tugendhafte“ genannt und von Kaiser Franz Joseph 1863 – wie auch Heinrich II. Jasomirgott – in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ eingereiht. Sein 1175 geborener ältester Sohn und Nachfolger Friedrich I. bekam später den Beinamen „der Christliche“, konnte aber an des Vaters Taten nicht anschließen.

Lange Regentschaft. Er wurde 1194 Herzog, starb aber bereits 1198 bei einem Kreuzzug in Palästina und wurde im Stift Heiligenkreuz beigesetzt. Ihm folgte sein jüngerer Bruder, als Leopold VI. „der Glorreiche“ genannt. Er war 1176 zur Welt gekommen und regierte Österreich und die Steiermark über dreißig Jahre.

Auf dem Zenit. Während seiner Regentschaft standen die Babenberger auf dem Höhepunkt ihrer Macht und ihres Ansehens. Davon zeugt seine Ehe mit der byzantinischen Prinzessin Theodora Angeloi (mit ihr hatte er sieben Kinder) und sein Vermittlungsversuch zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Papst Gregor VII. (Stichwort Canossagang), während dessen er 1230 in Italien starb.

Nächste Woche: Minnesang.