Erstellt am 19. Juli 2016, 06:15

von Thomas Jorda

Feldherr Österreichs, würdiger Kriegsfürst. Heinrich II. gilt als der berühmteste Babenberger.

Heinrich II., lebensgroß in Carrara-Marmor. Kaiser Franz Joseph hatte die Skulptur 1872 für die Feldherrenhalle des neuerrichteten k.k. Hofwaffenmuseums gestiftet.  |  NOEN, Archiv

Bester Babenberger. In einer Hitparade der Babenberger stünde Heinrich II. auf dem ersten Platz; dicht gefolgt von seinem Vater Leopold III. So dachten auch seine Nachfolger. Durch eine Entschließung von Kaiser Franz Joseph rückte Heinrich am 28. Februar 1863 in die Reihe der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdigen Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ auf.

Dazu noch Herzog. Heinrich wurde im Jahr 1107 geboren und war älter als sein Bruder, der aber – heute schwer nachvollziehbar – als Leopold IV. den Vater beerbte. Er starb nach nur kurzer Regierungszeit. Ihm folgte 1141 Heinrich als Markgraf von Österreich und musste dafür auf die Würde eines Pfalzgrafen bei Rhein verzichten. 1143 erhob ihn Kaiser Konrad III. zum Herzog von Bayern.

Katastrophe. In dieser Funktion beteiligte er sich am Zweiten Kreuzzug, der am 26. Oktober 1147 am kleinasiatischen Fluss Tembris mit einer verheerenden Niederlage endete, aus der sich nur wenige Ritter retten konnten – darunter Friedrich von Schwaben, der spätere deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa und eben Heinrich II.

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