Erstellt am 17. Februar 2016, 05:49

von Thomas Jorda

Der Donaulimes in Richtung Osten. 420 Kilometer führte der Pannonische Limes vom Kastell Klosterneuburg bis zum Kastell Belgrad.

Reste des Klosterneuburger Kastells am Pannonischen Limes.  |  NOEN, IOEG

Bis nach Belgrad. Während der NorischeLimes von Carnuntum, dem ältesten römischen Kastell auf österreichischem Boden, in Richtung Westen vorangetrieben wurde, führte der Limes Pannonicus (Pannonischer Limes) auf ungefähr 420 Kilometern vom Kastell Klosterneuburg bis zum Kastell Belgrad. Beide Limes zogen sich meist entlang der Donau. 

Heiß umkämpft. Der bis Serbien reichende Teil des Donaulimes gehörte zu den meistumkämpften Gebieten des Römischen Reiches. Die Besatzungen seiner Kastelle, Türme, Burgi und Brückenköpfe wehrten seit den Tagen des Augustus (also um die Zeitenwende) bis zum fünften Jahrhundert die pannonischen Provinzen gegen Angriffe aus dem Norden. Der Limes, der heute auf österreichischem Boden liegt, wurde im Jahr 488 geräumt.

Wichtige Außenposten. Der Limes und die Donau boten nicht immer genügend Schutz. Deshalb wurden auch nördlich der Donau, also im Barbaricum (Barbarenland) Brückenköpfe und Wachposten angelegt, konkret in Stillfried und am Oberleiser Berg, später auch bei Burg Oberranna. Kaiser Commodus (161 bis 192) ließ diese Front zwischenzeitlich räumen und entlang der Donau einen sieben Kilometer breiten toten Streifen anlegen. 

Nächste Woche: die Ära Roms