Erstellt am 08. April 2016, 10:24

Der erste große Heilige des Landes.

Die Statue in Passau stellt den heiligen Severin dar.  |  NOEN, Foto: Stift Klosterneuburg

Apostel Norikums.

Pannonien und das im Westen angrenzende Norikum waren zu seinen Lebzeiten zwar längst schon christianisiert, trotzdem hat der heilige Severin den schmückenden Beinamen „Apostel Norikums“ erhalten. Nicht ohne Grund, denn der Mönch und Einsiedler war der letzte Halt der römischen Bevölkerung in der Region, ehe sie von der Völkerwanderung vertrieben wurde.

Zelle in Mautern.

Seine Lebensdaten sind wenig bekannt. Vielleicht stammt er aus Nordafrika, möglicherweise war er ein hoher römischer Beamter, ehe er sich der Askese widmete. Eine erste Einsiedlerzelle gründete er in Favianis (Mautern an der Donau), wo er am 8. Jänner 482 auch gestorben ist.

Widerstand.

Nördlich der Donau herrschten damals Stämme, die der Irrlehre des Arianismus anhingen. Doch Severin leistete ihnen Widerstand, verhandelte mit ihnen, sorgte für die Verteidigung der Region und die Versorgung der Menschen. Vor allem gelang es ihm, die letzten Kräfte der Römer zu bündeln, als Norikum 488 an die Germanen übergeben werden musste. Da war Severin längst gestorben, die über die Alpen abziehenden Römer nahmen seinen Leichnam mit und bestatteten ihn in Neapel.