Erstellt am 14. April 2016, 06:54

von Thomas Jorda

Der Namenspatron der Landeshauptstadt. Nach dem Abzug der Römer aus Aelium Cetium wurde das Hippolytkloster gegründet.

Martyrium des Hippolyt, von Dieric Bouts, um 1470.  |  NOEN, Archiv

Neue Herren. In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends war die römische Stadt Aelium Cetium, gelegen im späteren Dombezirk von St. Pölten, ein blühendes Gemeinwesen. Nach dem Abzug der Römer wurde die Siedlung verlassen und blieb es drei Jahrhunderte lang. Politische Umwälzungen führten schließlich zu ganz neuen Herrschaftsverhältnissen - und der Gründung eines Hippolytklosters vor 850.

Namenspatron. Zum Patron des Stiftes und Namensgeber der späteren Landeshauptstadt wurde der heilige Hippolyt (Bild: Statue aus Lindenholz, 1515), Schüler des heiligen Irenäus von Lyon und bedeutender Kirchenvater. Seinen Ruf schmälerte allerdings, dass er ab 217 in Rom Gegenbischof des liberalen Calixt I. war – der erste Gegenpapst der Geschichte.

x  |  NOEN, zVg

Für Pferde. Hippolyt ist Namenspatron von St. Pölten und dem elsässischen Saint-Hippolyte (zu Deutsch St. Pilt). Er wird als Schutzheiliger von Zell am See verehrt, als Patron der Gefängniswärter und der Pferde. Und er hilft bei Körperschwäche. Aber wie ist er an die Traisen gekommen?

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