Erstellt am 04. Mai 2016, 06:34

von Martin Gebhart

Der Wert des Dorfes. Kirchberg an der Pielach wird NÖ im Herbst in Ungarn vertreten. Das Wettbewerbsmotto: „Offen sein“.

NÖ ist im Herbst beim Europäischen Dorferneuerungspreis vertreten: Landeshauptmann Erwin Pröll mit Bürgermeister Anton Gonaus und Theres Friewald-Hofbauer.  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer

Dass Kirchberg an der Pielach im Herbst NÖ beim Europäischen Dorferneuerungspreis 2016 in Ungarn vertritt, nutzte Landeshauptmann Erwin Pröll, um auf die Herausforderungen für den ländlichen Raum einzugehen. Pröll: „Europaweiter Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer erweisen sich dabei zunehmend als wichtige Wegbegleiter.“

Pröll ist Vorsitzender der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung. Für ihn hat der ländliche Raum mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Etwa mit den Themen Überalterung, Ressourcenverknappung, schrumpfende Finanzhaushalte und auch einem Trend zur „Verstädterung“. Da liege es an der Politik, einen Gegentrend einzuleiten. Schlüssel zum Erfolg sind dabei unter anderem effiziente Verkehrsmaßnahmen oder eine gezielte Wohnbaupolitik.

Eine Gemeinde, die den Trend der Landflucht umkehren konnte, ist Kirchberg an der Pielach. Deswegen hat es der Ort ins Finale des Europäischen Dorferneuerungspreises geschafft. ARGE-Geschäftsführerin Theres Friewald-Hofbauer hält Kirchberg für einen aussichtsreichen Kandidaten, der in Ungarn zu den Preisträgern zählen kann. Für Kirchbergs Bürgermeister Anton Gonaus ist eines entscheidend: „Eine Gemeinde muss alles unternehmen, um die Menschen im Dorf zu halten.“ Der 3.237-Einwohner-Ort im Dirndltal kann dabei neben vielen Aktivitäten auf seine 62 Vereine und Organisationen verweisen.