Erstellt am 19. Mai 2016, 06:54

von Thomas Jorda

Die Erweiterung der Mark im Osten. Der zweite Babenberger.

Markgraf Heinrich I. der Starke, im Hintergrund das Martyrium des hl. Koloman.  |  NOEN, Stift Klosterneuburg

Der zweite Babenberger. Heinrich I., der Starke genannt, war Sohn und Nachfolger seines Vaters Luitpold, der als erster Babenberger mit der Mark im Osten belehnt worden war. In der Regentschaft Heinrichs von 994 bis zu seinem Tod 1018 stellte Kaiser Otto III. 996 jenes Dokument aus, in dem erstmals Ostarrîchi genannt wurde.

Die zweite Nennung. Ein weiteres Mal wurde die Mark – und diesmal auch Heinrich – in einer Urkunde 998 erwähnt. Darin wird das Gut Nöchling an der Ysper genannt, gelegen „in pago Osterriche vocitato ac comitatu Heinrici marchionis“ („in der Provinz, die Osterriche genannt wird und in der Grafschaft des Markgrafen Heinrich“).

Große Schenkung. Ottos Nachfolger als Kaiser wurde 1014 Heinrich von Sachsen, seit 995 Herzog von Bayern. Er überließ dem babenbergischen Namensvetter bereits früher, noch als König, ein großes, an der Ostgrenze der Mark gelegenes Königsgut zwischen der Dürren Liesing und der Triesting um Gaaden, Heiligenkreuz, Alland und Klein-Mariazell. Dazu erhielt er 20 Königshufen nördlich der Donau zwischen dem Kamp und der March. Weit bedeutendere Schenkungen erhielt aber die Kirche. Dennoch kämpfte der Markgraf an Kaisers Seite. 

Nächste Woche: für den Kaiser