Erstellt am 05. Mai 2016, 07:34

von Thomas Jorda

Die Herrschaft der Babenberger beginnt. Kaiser Karl der Große errichtete die Mark im Osten

Luitpold im Kampf gegen das ungarische Heer.  |  NOEN, Ost

Die erste Mark. Nach den Römern ritterten Slawen, Awaren und das bayerische Geschlecht der Agilolfinger um die ehemaligen Provinzen Norikum und Pannonien. Kaiser Karl der Große ließ Ende des achten Jahrhunderts die drei Streithähne schlecht aussehen – und verleibte das gesamte Territorium seinem Frankenreich ein. Östlich von Bayern errichtete er die Awarenmark, die unter seinen Nachfolgern zur Provinz Marcha orientalis, also zur Mark im Osten wurde und sich beiderseits der Donau von der Enns ostwärts erstreckte.

Am Rande Bayerns. Als Dank für die Hilfe bei der Niederwerfung des bayerischen Aufstands belehnt Kaiser Otto II. den Grafen des Donaugaus, Luitpold, 976 mit der Marcha orientalis, damals ein Landstrich von gerade einmal 100 Kilometern an der östlichen Grenze Bayerns. Doch Luitpold dehnte seine Herrschaft gegen die Ungarn nach Osten bis zum Wagram aus.

Nie genannt. Mit Luitpold begann die Herrschaft der Babenberger in Österreich. Der Name bezieht sich auf Bamberg in Oberfranken, doch hatte sich das Geschlecht nie als Babenberger bezeichnet. Der Begriff stammt vom Wiener Historiker Ladislaus Sunthaym, der ihn Ende des 15. Jahrhunderts systematisch verwendete. Lange nach dem Aussterben des Geschlechtes 1246.

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