Erstellt am 20. Januar 2016, 05:43

von Thomas Jorda

Die Hochblüte der Kelten vor dem Ende. Die Zeit der Kelten wurde von zwei Kulturen dominiert, der Hallstattkultur und der späteren La-Tne-Kultur.

Prachtstück der La-Tène-Kultur: keltischer Hornhelm, zwischen 150 und 50 vor Christus.  |  NOEN, BM

Serienproduktion. Die Zeit der Kelten wurde von zwei Kulturen dominiert, der (früheren) Hallstattkultur und der späteren La-Tne-Kultur, der nach einem Fundort in der Schweiz benannten Epoche zwischen 500 und 15 vor Christus. Erstmals wurden Töpferscheiben in Mitteleuropa verwendet, Keramik in Serie hergestellt, einheitlich geformt und verziert.

Keltische Zentren. Die intensive Besiedlung Niederösterreichs durch die Kelten ist ab dem vierten Jahrhundert vor Christus in archäologischen Funden offensichtlich: Zentren waren das Traisental, das Wiener Becken und das nördliche Burgenland. Es entstanden kleine Dörfer, das begünstigte Klima förderte Getreide-, Obst- und Weinbau.

Befestigungen. Ab 200 vor Christus wurden Städte (oppida) befestigt, auf dem Bisamberg, dem Leopoldsberg, dem Braunsberg bei Hainburg, dem Oberleiser Berg und dem Umlaufberg bei Altenburg (wichtige Fundorte der La-Tne-Kultur in Niederösterreich sind auch Herzogenburg, Mannersdorf am Leithagebirge, Ossarn, Pottenbrunn).

Königreich. Auf österreichischem Boden entstand auch das erste und einzige keltische Staatengebilde der Geschichte, das Königreich Noricum. Die Kelten prägten Münzen und stellten sich Rom in den Weg. Das führte zu ihrem Ende.

Nächste Woche: Kampf der Römer