Erstellt am 26. April 2016, 06:44

von Michaela Fleck-Regenfelder

Wer hat euch eingeladen?. Provokant und politisch ist Tomas Zierhofer-Kiens letztes Fest in Krems. Ab Freitag. Einladungen gibt’s beim Donaufestival keine. Zumindest nicht mit Kuvert und Billet.

Poetisch oder bedrohlich? Ryan Mitchells »Frail Affinities« ab 29. April in der Kremser Kunsthalle.  |  NOEN, Steven Miller

Einladungen gibt’s beim Donaufestival keine. Zumindest nicht mit Kuvert und Billet. Statt dessen machen Plakate und Cover gleich klar: „Niemand hat euch eingeladen.“

Das ist zwar kein Zitat von Tomas Zierhofer-Kien, der heuer sein letztes Donaufestival in Krems programmiert hat. Dafür aber ein Programmtitel. Und zwar von den Donaufestival-Veteranen von God’s Entertainment, die in Krems ihrem Publikum schon Gorilla-Masken aufgesetzt haben, es heuer in Särge steckt und daneben noch große Tragödie spielt, nämlich Teil II ihrer „neuen europäischen Tragödie“ (ab 29. April am Messegelände).

Das zweite Kollektiv, das nicht weniger provokativ und auch nicht weniger traumatisch arbeitet, Ryan Mitchells Saint Genet, bespielt die Zentrale Halle der Kremser Kunsthalle schon seit März. Und kommt zum Festivalstart dieses Wochenende wieder, mit der Uraufführung ihrer sechstägigen Migrationstragödie „Frail Affinities“.

Schon ein paar Tage vorher nimmt die Kunstinspektion Donau ihre Denunziations-Arbeit auf. Ein Wochenende später, ab 5. Mai, feiert der deutsche Monster Truck mit dem Theater Thikwa Österreich-Premiere, und zwar mit seiner ganz und gar barrierefreien Eroberungsgeschichte von „Dschingis Khan“.

Mehr Termine, Gäste, Karten unter: www.donaufestival.at