Erstellt am 12. April 2016, 07:04

von Verena Randolf

Florian Freistetter: Der neue „Science Buster“. Ab 12. April tritt der Kremser Florian Freistetter in die Fußstapfen von Heinz Oberhummer.

Astronom Florian Freistetter lebt in Jena und ist als selbstständiger Wissenschaftsautor tätig. Aktuell tourt er mit den »Science Busters« durch Österreich.  |  NOEN, Kumm/Schlie

Das Teleskop gehört zum Astronomen wie das Stethoskop zum Arzt oder der Pinsel zum Maler, möchte man meinen. „Das erste Mal durch ein Teleskop geschaut habe ich, als ich mit meinem Studium fertig war!“, meint Astronom Florian Freistetter lachend. Der Kremser ist ab 12. April anstelle des im Vorjahr überraschend verstorbenen Heinz Oberhummer an der Seite von Kabarettist Martin Puntigam und Wissenschafter Werner Gruber in der ORF-Serie „Science Busters“ zu sehen.

Schlechtester Schüler in Mathematik

Kein klassischer Werdegang, der den 38-Jährigen in die Naturwissenschaft verschlagen hat. „Ich habe als Kind nie Sterne beobachtet oder so“, erzählt er, „das hat mich nicht wirklich interessiert. Vielleicht habe ich mal ‚Star Trek‘ geschaut, mehr aber nicht. Und in der Schule in Krems war ich in Physik eher mittelmäßig und in Mathematik der schlechteste meiner Klasse“, erinnert er sich.

Buch von Stephen Hawking brachte die Wende

Als ihn aber mit 17 ein Buch des berühmten Physikers Stephen Hawking in die Finger fällt, ist das Interesse geweckt: „Ich habe beschlossen, Astronomie zu studieren, aber bei meiner ersten Mathematik-Prüfung auf der Uni bin ich komplett durchgefallen. Ich musste den ganzen Stoff von Grund auf neu lernen und habe irgendwann entdeckt, dass die Mathematik sehr spannend ist“, lacht er.

So spannend, dass sein Forschungsfeld die „Mathematische Astronomie“ wurde (was das obsolete Teleskop erklärt: Der Blick in die Formeln macht jenen in den Himmel überflüssig). Dass Wissenschaft spannend ist und Spaß macht, demonstriert Freistetter mit den „Science Busters“: Dienstags ab 23.00 auf ORFeins.

Highlights der neuen Staffel: selbst gekochte „Erdsuppe“, ein von Kabarettist Gunkl geschmiedetes Schwert und Freistetter, der der Frage auf den Grund geht, warum Bier eigentlich dick macht.