St. Pölten

Erstellt am 23. August 2016, 03:35

von Mario Kern

„Festival-Erlebnis weiter verbessert“. Für Harry Jenner hat sich Cashless-System ebenso bewährt wie die eigene Gastro-Organisation. Rückkehr ist fast fix.

Spektakel in der Landeshauptstadt: Insgesamt 120.000 Festival-Gäste und mehr als 100 Musik-Acts haben an vier Tagen den Süden St. Pöltens in ein riesiges Party-Areal verwandelt.  |  noen, Florian Bruckmüller

Kaiserwetter, einige Neuerungen und ausgelassene Stimmung unter den 120.000 Gästen machten das mittlerweile achte Frequency am Traisenufer neuerlich zum Erfolg. Auch wenn im Vergleich zum Vorjahr – mit 125.000 Gästen an drei Tagen – diesmal ein paar Festival-Touristen weniger den Mega-Event genossen haben. Die weitestgereisten Gäste kamen sogar aus Dänemark, Spanien und Italien.

Merkbar war der stete Gäste-Anstieg vom ersten Tag mit PreQuency im Night Park bis zum vierten, krönenden Festival-Samstag. „Die Zahlen liegen absolut im Schwankungsbereich. Zum Schluss hat das Festival gut funktioniert. Wir haben für den Samstag viele Karten verkauft, alles in allem eine sehr anständige Summe“, zeigt sich Frequency-Boss Harry Jenner durchwegs zufrieden.


 Team koordinierte Gastro erstmals selbst

Stolz ist Jenner vor allem auf einen weiteren Schritt in Richtung „Gesamterlebnis Festival“. Die Fußläufigkeit am Areal sei mittlerweile fast optimal, auch der Convenience-Bereich und die Sanitär-Inseln mit Handtüchern und Föns seien wieder gut angenommen worden. „Mehr als die Hälfte des Publikums ist weiblich, dem muss man natürlich Rechnung tragen.“

Die VIP-Tribüne wurde noch einmal verbessert und mehrstufig gestaltet, vor der Space Stage sind neue Gastro-Elemente eingezogen worden. „Diese Umschichtung im Gastro-Bereich hat das Event-Erlebnis zusätzlich bereichert“, ist sich Jenner sicher. Diese Probierfreudigkeit sei auch darauf zurückzuführen, dass der Veranstalter diesmal selbst die Gastronomie organisierte. „Der Vertrag mit dem Gastro-Organisator ist ausgelaufen, deshalb haben wir versucht, das Ganze selbst zu schaukeln.“ Auch für das nächste Festival soll die Kulinarik selbst geplant werden.

Comfort- und Green-Camping kommen immer besser an. Theoretisch könnte diese Sparte – bei ausreichenden Voranmeldungen – im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden.  |  noen, Florian Bruckmüller

Die im Vorjahr erstmals erfolgte Verlegung des Night Parks in die VAZ-Hallen habe sich auch heuer als Glücksgriff erwiesen, betont Jenner. Mit gut 9.000 Feiernden sei der Elektronik-Tempel gefüllt gewesen.

Erstmals am östlichen Traisenufer untergebracht war der Caravan-Bereich. Damit konzentrierte sich der gesamte Festival-Betrieb um das VAZ-
Areal und die Traisen. Die normalen Camper vom Ostufer übersiedelten zu ihren „Kollegen“ am Westufer – der Camping-Bereich reichte daher noch weiter in den Süden.

 „Green Camper könnten auch 10.000 sein“

 Der Green-Camper-Bereich war mit 5.000 Plätzen restlos ausgebucht. „Dieses Angebot wird immer besser genommen, was mich besonders freut.“ 2017 könnte es eine Erweiterung geben. „Von mir aus gerne auf 10.000 Plätze. Das kommt aber ganz allein auf die Anmeldungen an.“

Bestens bewährt hat sich auch das Cashless-System. Zu den Stoßzeiten standen Besucher zwar in Schlangen, um sich Geld aufzubuchen oder die Plastikkarten wieder zu retournieren. Der bargeldlose Zahlungsverkehr hat aber zügig und problemlos funktioniert. Ob nun als nächster Schritt das Chip-Band als elektronische Eintrittskarte im nächsten Jahr kommt – die Idee hat Jenner bereits seit fünf Jahren –, ist noch nicht fix. „Mal sehen, immerhin kosten solche Dinge natürlich auch viel Geld.“

Der Termin für den nächsten Mega-Event steht bereits – für das nächste Frequency-Festival von 17. bis 19. August 2017 gibt es bereits streng limitierte Early-Bird-Tickets um knapp 100 Euro. Die Landeshauptstadt als Standort sei noch nicht ganz fixiert, verrät Jenner, betont aber: „Wir wollen sehr gerne wieder kommen und es ist höchstwahrscheinlich, dass wir es auch wieder tun.“

Beste Stimmung herrschte angesichts der Sommerhitze nicht nur vor den Bühnen, sondern auch in der kühlen Traisen zwischen Caravan-Camping und dem „normalen“ Camper-Bereich.  |  noen, Nina Gamsjäger

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