Erstellt am 26. Mai 2016, 06:24

von Thomas Jorda

Für den König, gegen die Polen. Heinrich I. wurde in Melk bestattet.

Königs Heinrich II.  |  NOEN

Jahrelang Krieg. Die Stimmung zwischen Deutschen und Polen war viele Jahrhunderte lang mehr schlecht als recht. So kämpften bereits zwischen 1004 und 1018 die Truppen des deutschen Königs Heinrich II. (Bild) gegen die des polnischen Herzogs Boleslaw I. des Kühnen.

Mitten im Kampf. Der Babenberger Markgraf Heinrich I. stand mitten im Getümmel, als Lehensmanns Heinrichs II. einerseits, andererseits durch die Grenzziehung seiner Mark, die direkt an Boleslaws Machtgebiet reichte. Die Ostmark war damals ein schmaler Streifen Land beidseitig der Donau zwischen Enns und Tulln. Im Norden reichte das Territorium bis an den Wagram und grenzte damit an die damals weit nach Süden ausgreifende Provinz Mähren, die von Boleslaw kontrolliert wurde.

Der Kriegseinsatz des Babenbergers, seine Tapferkeit und sein Mut wurden von den Zeitgenossen gelobt. Ihm gelang es auch, zwei Angriffe der Polen auf die Mark abzuwenden.

Bestattung in Melk. In das vorletzte Lebensjahr Heinrichs I. fiel das Martyrium des heiligen Koloman, dessen unverwesten Leichnam der fromme Markgraf in Melk bestatten ließ. In dieser „seiner Stadt“ („civitas sua“) residierte Heinrich, hier wurde er nach seinem plötzlichen Tod 1018 angeblich bestattet. Er starb kinderlos, im folgte sein Bruder Adalbert.

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