Erstellt am 30. Oktober 2015, 07:32

von Verena Randolf

Gabriela Benesch: Jede Menge Frauen-Power. „Wir haben damals St. Pölten unsicher gemacht“, lacht Gabriela Benesch.

Schauspielerin Gabriela Benesch will endlich das Vorurteil aus dem Weg räumen, Frauen wären weniger lustig als Männer: »Genau das Gegenteil ist der Fall«, sagt sie, »schon alleine, weil Frauen viel selbstironischer sind!«  |  NOEN, Ernst Kainerstorfer

Mit 14 Jahren hat die Kabarettistin in der Landeshauptstadt gelebt, im Internat, um an der Fremdenverkehrsschule ihre Ausbildung zu machen. „Kochen, kellnern, servieren … hab ich alles gelernt“, erinnert sie sich.

Und als die Ausbildung abgeschlossen war, wollte sie doch etwas Anderes: „Die Leidenschaft fürs Theater und fürs Schauspiel wurde immer größer, die Freude am Spielen hat sich verstärkt“, erzählt sie. Und so hängte sie mit Anfang 20 ihr Touristikkauffrau-Diplom an den Nagel.

Vieles durch Zuschauen gelernt

„Dass die Schauspielerei mein Weg sein würde, hat sich rasch herauskristallisiert, und ich hatte das große Glück, sehr schnell an das Theater in der Josefstadt geholt zu werden – noch bevor ich die Schauspielschule abgeschlossen hatte. Im Theater habe ich dann von den Kollegen alles gelernt, einfach durch zuschauen.“ Otto Schenk war einer ihrer Lehrer: „Dem habe ich sehr viel zu verdanken! Durch seinen Glauben an mich ist mir viel gelungen!“

Größte Errungenschaft: Der Schritt, ein eigenes Stück zu produzieren. Nach diversen Drehs für Erfolgsserien wie „Tatort“, „SOKO Donau“, „Vier Frauen und ein Todesfall“ etc. wollte Benesch wieder zurück auf die Theaterbühne. Und sie wagte sich gleich in die Königsdisziplin, wie sie es nennt: „Zwei Stunden solo auf der Bühne zu stehen.“ Mit ihrem Programm „Cavewoman“ tourt Benesch seit drei Jahren durch die Lande und gibt dabei „überlebenswichtige Tipps zur Haltung und Pflege eines beziehungstauglichen Partners“.

Am 2. Dezember feiert sie in Purkersdorf mit ihrem neuen Stück „Oh, ihr Fröhlichen“ Premiere.