Erstellt am 30. Dezember 2015, 11:08

von Thomas Jorda

Gesellschaftliche Strukturen. Metall verändert die Welt...

Noch nicht geöffnet: Der Leeberg bei Großmugl.  |  NOEN, Stefan Lefnaer
Veränderung. „Wer das Gold hat, macht die Regeln“, sagte ein Millionär und Parteigründer. Aber auch weniger wertvolles Metall verändert die Welt. Das galt bereits für die Bronze, einer weichen, leicht zu bearbeitenden Legierung aus Kupfer und Zinn, die gesellschaftsverändernd wirkte.

Neue Berufe. Sie gab der Bronzezeit den Namen, die in Niederösterreich von 1.800 bis 800 vor Christus dauerte. Durch die Verarbeitung von Bronze kam es zu großen Veränderungen. Die Gewinnung der Erze, deren Verarbeitung und Verkauf benötigen Arbeitsteilung und Spezialisierung. Es entstanden Handwerker und Händler, die eine politische Führung brauchten und geschützte Räume in neuen Befestigungsanlagen. Dazu kamen kulturelle und wirtschaftliche Kontakte quer durch Europa. Wichtige Fundorte in Niederösterreich sind Böheimkirchen, Fels am Wagram, Nussdorf ob der Traisen, Gemeinlebarn, Herzogenburg, Schleinbach, Stillfried und Unterwölbling.

Hartes Metall. Es folgte die Eisenzeit von 800 vor Christus bis zur Zeitenwende. Eisen ist härter und kriegstauglicher als Bronze, dafür aber auch rostanfällig, weshalb es auch viel weniger Fundstücke gibt. Eisenzeitliche Fundorte sind der Kalenderberg bei Mödling und der Leeberg, ein Grabhügel bei Großmugl im Weinviertel. 

Nächste Woche: Die Kelten.