Erstellt am 21. Juni 2016, 09:27

von Thomas Jorda

Größter Herrscher der Babenberger. Leopold III prägte er als Markgraf sein Ostarrîchi und hinterließ viele Spuren.

Der heilige Leopold mit dem Stift Klosterneuburg, 1859.  |  NOEN, Archiv

Mild und heilig. Galt sein Vater als der Schöne, so bekam der Sohn die Beinamen der Heilige, der Milde oder der Fromme. Zweifellos könnte man hinzufügen: der Kluge, der Taktierer, der Machtbewusste. Geboren wurde Leopold, der dritte Markgraf dieses Namens und Sohn des zweiten Leopolds, 1073 in Gars am Kamp oder in Melk, gestorben ist er an den Folgen eines Jagdunfalls am 15. November 1136 bei Klosterneuburg. Von 1095 bis 1136 prägte er als Markgraf sein Ostarrîchi und hinterließ viele Spuren.

Historische Tat. Erzogen wurde er vom Vertrauten seines Vaters, Bischof Altmann von Passau. Und der formte seinen Zögling zu einer der bedeutendsten Figuren seiner Zeit. Mit einer historischen Tat stellte sich Leopold in die Reihen der führenden Fürstenhäuser des Reiches. Als 1105 Kaiser Heinrich IV. und sein Sohn Heinrich V. am Fluss Regen den Kampf gegen einander suchten, ergriff Leopold für den Jungen Partei und verhinderte ein Blutvergießen. Der Dank war groß und folgenschwer. Der Markgraf heiratete in die salische Herrscherfamilie ein und bekam Agnes, die Schwester Heinrichs, zur zweiten Frau.

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