Erstellt am 30. Oktober 2015, 07:17

von Thomas Jorda

Die ersten Spuren von Menschen. Jäger und Sammler. Erste Spuren menschlicher Ansiedlungen in Niederösterreich stammen aus dem Mittelpaläolithikum (Mittlere Altsteinzeit) und sind 70.000 Jahre alt.

Gudenushöhle.  |  NOEN, Schurdl (CC BY-SA 3.0)

Es sind primitive Werkzeuge, die Neandertaler in der Gudenushöhle und der Teufelslucken hinterlassen haben. Diese Jäger und Sammler lebten meist entlang der Donau. 

Bär und Mammut. Die Gudenushöhle (15 Kilometer westlich von Krems gelegen und nach dem Adelsgeschlecht Gudenus benannt) wurde vor 70.000 Jahren von einer Gruppe von Neandertalern besiedelt. Sie zählt zu den bedeutendsten steinzeitlichen Fundplätzen Mitteleuropas, ist fünf Meter hoch und breit und 30 Meter lang. Die Neandertaler machten Jagd auf Höhlenbär, Mammut, Ren, Wildpferd und Wollnashorn. Man fand Faustkeile, Schaber und bearbeitete Tierknochen. Auch konnten, einmalig für Österreich, Knochen der Saiga-Antilope nachgewiesen werden.

Pfeife und Kopf. Die Höhle wurde auch später bewohnt. Funde aus dem Magdalénien (18.000 bis 10.000 vor Christus) waren eine Knochenpfeife, wohl eines der ältesten Musikinstrumente Österreichs, und ein Adlerknochen mit eingeritztem Rentierkopf.