Erstellt am 29. Dezember 2015, 06:13

von NÖN Redaktion

"Haben Grund zur Zuversicht". Flüchtlingsproblem und aktuelle Krisen auch bei den Predigten der Bischöfe zu Weihnachten ein Thema.

Klaus Küng, Diözesanbischof  |  NOEN, Archiv

In ihren Predigten in den Christmetten oder den heiligen Messen am Christtag gehen Österreichs Bischöfe in Verbindung mit Weihnachtsbotschaft meist auch auf aktuelle Probleme ein. Diesmal durfte die Situation der Flüchtlinge im Land nicht fehlen.

So sprach St. Pöltens Bischof Klaus Küng in der Heiligen Nacht davon, dass Weihnachten eine geheimnisvolle Kraft besitze, die anzieht. Aber: „Wahr ist auch, dass gerade Weihnachten sehr kritisch sein kann, wenn jemand allein ist, von der Familie getrennt, sich einsam fühlt.“ Und: „Ein anderes Problem sind der Unfriede in der Welt, die vielen Menschen, die in Not sind, die Flüchtlinge vor unserer Haustüre.“ In der Diözese St. Pölten würden derzeit rund 1.500 Asylwerber von kirchlicher Seite betreut. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Papst Franziskus, der davon gesprochen hatte, „wir sollen uns die Freude an der Geburt des Herrn nicht nehmen lassen, auch wenn es viel Leid in der Welt gibt und auch in der Kirche viele Sorgen bedrücken“.

In der Christtagspredigt betonte Küng neuerlich die Zuversicht, die vom Weihnachtsfest ausgehe. „Trotz aller Wolken am Himmel, trotz eines nicht enden wollenden Flüchtlingsstroms, trotz Klimawandels und eines fortschreitenden Säkularisierungsprozesses, der auch viele „Gläubige“ erfasst, trotz unserer persönlichen Schwächen, ja, Sünden, trotz aller Probleme, die es geben mag, haben wir allen Grund zur Zuversicht. Der Hunger nach Gott lässt sich nicht ausrotten. Er hat die Welt besiegt“, so der Bischof.

Ähnliche Worte waren von Kardinal Christoph Schönborn zu hören, der Weihnachten in einer Radioansprache als Fest der Hoffnung und nicht der Sorgen bezeichnete.