Erstellt am 10. Mai 2016, 09:54

von Michaela Fleck-Regenfelder

Hinter dem Spiegel. Fantastische Töne und illustre Gäste treffen sich dieses Wochenende bei Michael Schade im Melker Stift.

Wo vieles begann: Im Stift Melk (im Bild der nächtliche Prälatenhof mit der Kuppel der Stiftskirche dahinter) fand nicht nur Niederösterreichs erste Landesausstellung statt (1960). Im Stift Melk wurde auch eines von Niederösterreichs ältesten Sommertheatern aus der Taufe gehoben (die Melker Sommerspiele anno 1961). Und eines von Niederösterreichs ältesten Musikfestivals (die Melker Barocktage anno 1979).  |  NOEN, Foto: www.photo-graphic-art.at

Ein Mäuschen gibt’s heuer auch bei Michael Schades zweiter Saison bei den Melker Barocktagen. Die startet schon den Donnerstagnachmittag. Und zwar mit einer barocken Tiergeschichte im barocken Stiftskeller.

Und sonst? Steht heuer viel Illusion und mindestens ebenso viel Wirklichkeit am Konzertprogramm. Von Bach, Händel und Vivaldi. Aber auch von Monteverdi, Telemann und Rameau.

Dazu hat Intendant und Kammersänger Michael Schade prominente Gäste eingeladen. Star-Geiger Daniel Hope zum Beispiel, der gleich zum Eröffnungskonzert am Freitag nach der Eröffnungsrede von Autor Karl-Heinz Ott (anstelle des verstorbenen Roger Willemsen) aufspielt.

Oder Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus, der als Residenzorchester der Melker Barocktage am Sonntagvormittag über Vivaldi philosophiert und am Montagnachmittag Monteverdi feiert.

Oder Star-Sopranistin Patricia Petibon mit dem Ensemble Amarillis (am Sonntagabend), Stammgast Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester (am Montagmorgen) oder Lokalmatador Thomas Gansch.

Insgesamt 16 Konzerte

Der eröffnet, wie das Mäuschen Max vier Tage vorher, eine zweite, neue Reihe im Rahmen des altehrwürdigen Festivals. „Barock OffRoad“ heißt die. Und lässt den Trompeter gemeinsam mit dem Ensemble Janoska am Nachmittag des Pfingstmontag Open Air aufspielen, und zwar im Innenhof des Melker Pfarrhofes.

Sechs der insgesamt 16 Konzerte, außerdem der Kulturspaziergang und das Intendantenfrühstück sind bereits ausverkauft. Es gibt aber Wartelisten – und auch am Veranstaltungstag noch Chancen auf Restkarten.

Programm, Karten und Infos: www.barocktagemelk.at