Melk

Erstellt am 05. Dezember 2017, 01:50

von Markus Glück

Auf Spur der Schöpfung mit Michael Schade. Star-Tenor Michael Schade lädt zu Streifzug durch das Universum.

Die Naturgewalten der Schöpfung will Intendant Michael Schade bei den Barocktagen durch das Melker Stift fegen lassen.  |  NOEN, Daniela Matejschek

1979 von Helmut Pilss aus „Pfingstkonzerte im Stift Melk“ ins Leben gerufen, feiern die Internationalen Barocktage Stift Melk 2018 ihr 40. Jubiläum. Entstanden aus der Idee, die kulturelle Bedeutung des Stiftes Melk mit einer maßgeschneiderten Konzertreihe zu adeln, gehören die Barocktage mittlerweile weltweit zu den bedeutendsten Festivals der Alten Musik.

Im Jubiläumsjahr will der künstlerische Leiter Michael Schade den Klang des Universums in das Benediktinerstift zaubern und er verspricht dabei Explosionen mit purer Dramaturgie. In seinen bisherigen drei Jahren als Intendant gibt Schade der Erfolg Recht.

"Die Naturgewalt der Schöpfung wird durch das Stift fegen"

Zuletzt lag die Auslastung der Konzerte, die traditionell am Pfingstwochenende stattfinden, bei über 90 Prozent.

Unter dem Motto „Il Suono dell’Universo: Die Schöpfung und ihre Naturgewalten“ lädt der Star-Tenor zu einem Streifzug durch das Universum. „Es gibt keine bessere Geschichte als die Anfangsgeschichte. Die Naturgewalt der Schöpfung wird durch das Stift fegen“, zeigt sich Schade ambitioniert.

Passend zum Thema widmet sich der Auftakt Haydns „Schöpfung“ mit Anna Lucia Richter, Michael Schade und Florian Boesch. Schade: „Es ist für mich naheliegend, Helmut Pliss und den Geburtstag seiner Schöpfung mit einem der gewaltigsten Oratorien zu feiern.“

Mit Musik die Gemäuer zum Schwingen bringen

Für den Intendanten ist das Stift wahrhaft verpflichtet, der beste Ort für Barockmusik zu sein, und so will er die Seele in den Gemäuern des Stiftes zum Schwingen bringen. Helfen dabei soll der geistreiche Barockgeiger Hiro Kurosaki, der Countertenor Terry Wey und die berühmte Mezzosopranistin Bernarda Fink.

Musikalisch umrandet wird dabei auch der wissenschaftliche Diskurs der Biochemikerin Renée Schroeder und des Theologen Arnold Mettnizer, die im Tauziehen um die Wahrheit über die Entstehung des Lebens und der Welt ihre Erkenntnisse austauschen.

Als zentrales Anliegen der Barocktage zählt die Förderung der Jugend. Nachwuchs-Künstlern, wie dem Schmelzer-Preisträger und Flötisten Maximilian Volbers, wird dabei ein Podium geboten.