Erstellt am 18. August 2016, 08:38

von Michaela Fleck-Regenfelder

Christoph Ehrenfellner: „Ich möcht’s wissen!“. Christoph Ehrenfellner, Geiger, Dirigent, Komponist und Wahl-Klosterneuburger, im Gespräch mit Michaela Fleck.

Christoph Ehrenfellner, Geiger, Dirigent, Komponist  |  NOEN, zVg

Diesen Sonntag leiten Sie eines der Familienkonzerte bei Allegro Vivo im Kunsthaus Horn. Was gibt’s denn da zu hören?
Ehrenfellner: Mein Programmuntertitel ist „New York“. Dafür hab’ ich eine „Yankee Doodle“-Ouvertüre geschrieben, einen Satz aus Dvoraks Dumky-Trio und drei Nummern aus der „Westside Story“ arrangiert, einen „Viennese Sky Walk“ komponiert. Und Sinatras „New York, New York“ muss auch dabei sein. Das wird sensationell!

Dirigieren, komponieren, arrangieren – das klingt nach ziemlich viel Arbeit …
Ich bin ein sehr schneller Arbeiter. Die „Space Agency“ habe ich in ein paar Tagen geschrieben. Ich schreibe gerade an meiner ersten Sinfonie, das ist etwas Anderes, da muss man Monate eintauchen.

Das Orchester, das Sie am Sonntag leiten, ist das Kinder- und Jugendorchester von Allegro Vivo, Allegro Moldo. Wie funktioniert das?
Ich leite auch das Mexico City Philharmonic oder das Mozarteum Orchester Salzburg. Das ist ein ganz anderes Terrain. In Mold sind die Kleinsten, letztes Jahr war die Jüngste zwei, meine Konzertmeisterin 14. Das ist sehr lustig, aber auch sehr harte Arbeit. Und ich möcht’s wirklich wissen, ich fordere die Kinder heraus. Meine Regel Nummer 1: Keiner spricht!

Zwei Kurse geben Sie auch bei Allegro Vivo 2016. Einmal Geige, einmal Bratsche, beides für Eltern und Kinder. Was kann man in einer Woche lernen? Und wo fängt man an?
Das Konzept, dass die Eltern dabei sind, dass alle vor Ort sind und dreimal am Tag miteinander essen, das macht sehr, sehr viel Sinn. Und es ist bemerkenswert, was in einer Woche weitergeht.

Nächstes Jahr gibt’s noch mehr von Ihnen in NÖ zu hören. Wie wird das?
Ich bin gerade mit dem „Judas“, meiner Oper für das nächste Festival Retz fertig geworden. Und bei der Loisiarte 2017 bin ich Artist in Residence.

Was wollen Sie noch verwirklichen?
Ich habe drei Opernaufträge für große deutsche Opernhäuser in der Tasche. Und 2017 spiele ich das Beethoven-Violinkonzert mit meinen eigenen Kadenzen …