Erstellt am 28. Januar 2016, 03:53

von NÖN Redaktion

„Friedvoll & fröhlich“. Edgar Böhm, Executive Producer des Eurovision Song Contest 2015, im Gespräch mit Carina Rambauske.

Edgar Böhm  |  NOEN, ORF/Ramstorfer

NÖN: Sie haben den vergangenen Eurovision Song Contest erfolgreich organisiert. Wie erleben Sie den kommenden mit?

Edgar Böhm: Die Gastgeberschaft endete offiziell ja erst am Montag mit der Übergabe der Insignien. Damit geht eine Ära zu Ende, ein Jahr, auf das ich aufgrund der internationalen positiven Resonanz mit Freude und Stolz zurückblicke. Wir haben ein Event organisiert, das internationales Aufsehen erregt hat und das uns im Vorfeld so nicht zugetraut wurde. Als Mitglied der EBU Reference Group werde ich auch heuer den ESC bis zum Schluss begleiten und mithelfen, dass es den Schweden gut gelingt – so wie auch wir Unterstützung hatten.

Was hat sich Stockholm von Wien abgeschaut?

Böhm:  Zum ersten Mal war der ESC als Green Event organisiert. Das dürfte den Schweden imponiert haben. Allgemein das Thema Barrierefreiheit als Gedankenkons-trukt auf verschiedenen Ebenen – von baulichen Maßnahmen bis zur Moderation.

Sie stellten den ESC 2015 unter das Motto ‚Building Brigdes‘. Ist das für Sie etwas, das der Song Contest Jahr für Jahr symbolisiert?

Böhm: Ja, Österreich ist in der Mitte von Europa Brückenbauer, und der Song Contest ist etwas Einmaliges auf der Welt. Die Welt blickt auf ein musikalisches Event, auf eine Stadt. Das hat etwas Weltumspannendes, etwas Friedvolles, wo man friedlich und fröhlich zusammenkommt. Das ist in einer Zeit wie heute sehr wichtig.

Was muss ein ESC-Sieger haben? Und wie sehr trifft das auf die neuen Kandidaten zu?

Böhm: Was den Erfolg Jahr für Jahr ausmacht, ist ein Geheimnis, da es eine Fernsehshow mit eigenen Gesetzen ist. Der Kern ist die Musik, aber auch die Show, die Choreografie, die gesamte Performance muss begeistern. Auf alle Kandidaten trifft zu, dass sie authentisch und ihre Nummern ehrlich sind. Sie nehmen den ESC ernst und sehen ihn als Herausforderung an.

Haben Sie einen Favoriten?

Böhm: Ja, aber den verrate ich nicht. Ich bin aber überzeugt, dass, egal wer von den zehn weiterkommt, diese(r) eine würdige Vertretung für Österreich ist und wir uns mit keinem genieren müssten.