Erstellt am 18. März 2016, 06:34

von Michaela Fleck-Regenfelder

Schnecken jagen. Mercedes Echerer, Theater- & Filmschauspielerin und Wahl-Oberwolfsbacherin, sprach mit Michaela Fleck über Rollen und Schnecken.

Mercedes Echerer  |  NOEN, Erich Marschik

NÖN: Sie sind gerade mitten im Dreh, und zwar für den neuen österreichischen „Tatort“. Worum geht’s da? Und wen spielen Sie da?

Echerer: Wir haben Mitte Februar begonnen. Und drehen in Wien und in Niederösterreich. Es geht eigentlich um einen Mord, der verhindert werden soll. Ich spiele Sarah Adler, eine scheinbar undurchschaubare Universitätsprofessorin. Es ist eine sehr schwierige Rolle. Aber für einen Geschichtenerzähler ist der „Tatort“ ein Geschenk.

Vor der Kamera sind Sie schon für Paulus Manker oder Wolfgang Murnberger gestanden. Diesmal führt Ihr Mann Rupert Henning Regie. Wie funktioniert das?

Echerer: Wunderbar! Er ist mein bester Regisseur! Und er lässt mir nix durchgehen! Ich kenne ja jedes Drehbuch von ihm. Und sein erster „Tatort“, „Grenzfall“, der im Thayatal spielt, das waren Sternstunden!

Sie sind ja auch im Vorstand von Österreichs Filmakademie. Geht’s dem österreichischen Film wirklich schon so gut, wie auch Stefan Ruzowitzky beim Filmpreis festgestellt hat?

Echerer: Es kann ihm noch besser gehen! Eines der größten Probleme ist noch immer die Wahrnehmung. Da hat der Filmpreis viel bewegt. Aber im Fernsehen ist es wirklich schwierig, da ist immer weniger Zeit. Wir Schauspieler haben auch ein Problem mit den Vorbereitungszeiten – die brauchen wir, die werden aber nicht bezahlt.

Im Fernsehen hat man Sie schon länger nicht gesehen. Und seit „Café Sonntag“ auch nicht mehr im Radio gehört.

Echerer: Zu Ostern kommt „Marthes Geheimnis“, ein ARD-Zweiteiler, der zum Teil in Niederösterreich gedreht wurde. Radio hab ich seit 2014 nicht mehr gemacht. Aber es wird ein neues Hörbuch geben, nach Frederic Mortons „Der Kommandant“, das nehmen wir Ende März auf.

Und auf der Bühne?

Echerer: Voriges Jahr hab’ ich mit meiner lieben Freundin Konstanze Breitebner eine Komödie geschrieben. Die nennt sich „Schneckenjagen“ und ist ein lustvoller Bericht über drei Jahrzehnte Freundschaft. Wobei: Die Schnecken jagt vor allem Konstanze! NÖ-Premiere haben wir am 17. März im Danubium in Tulln.  danubium.at