Erstellt am 07. Juni 2016, 09:00

von Michaela Fleck-Regenfelder

Kristina Bangert: Von Ottakring bis Langenlois. Ab 21. Juli ist Kristina Bangert im Singspiel-Klassiker „Im weißen Rössl“ im Schloss Haindorf zu sehen.

»Für die Rössl-Wirtin muss es ein Dirndl sein«: Kristina Bangert. Die Schauspielerin ist in Perchtoldsdorf aufgewachsen - und macht heuer »tatsächlich im Kamptal Urlaub«. An NÖ mag sie auch die Wachau, Marillenknödel und Brettljause. »Manchmal träum' ich von einem kleinen Wald mit Hütte. «  |  NOEN, Elisabeth Hartmann

Im Großstadtrevier ist sie die Chefinspektorin. Und im Ausflugsgasthof mit dem legendären Namen und der nicht minder legendären Geschichte wird sie demnächst die Wirtin sein. Genauer: ab 21. Juli.

Da feiert Ralph Benatzkys Singspiel-Klassiker „Im weißen Rössl“ im Haindorfer Schlosshof Premiere. Und dort lässt eine, die sonst Verbrecher jagt, die Kellner tanzen und die Gäste spuren: Kristina Bangert.

„Das wird sicher lustig!“, lacht die Schauspielerin. Und hat, erzählt sie, auch zuerst einmal gelacht, als die Anfrage kam. Weil: „Ich hab’ ja noch nie Operette gemacht.“ Statt dessen hat die gebürtige Wienerin nach der Schauspielschule Lessing, Brecht und Turrini gespielt, später Schnitzler, Horvath und Melville, in Wien, in Berlin, in Bregenz. Und dann Fernsehen, in Serie, mit den „CopStories“.

Mit Langenlois-Regisseur Michael Scheidl hat sie schon Peter Turrinis „Tollsten Tag“ gemacht. Und die Operette? „Die hat jetzt sehr, sehr gut gepasst. Ich hab’ mir nämlich gerade gedacht, ich würd’ wahnsinnig gern wieder Sommertheater spielen.“ Da kam die Rolle der Rössl-Wirtin gerade recht.

„Aufregend wird’s sicher!“

Für die nimmt Kristina Bangert seit einem halben Jahr Gesangsunterricht. Und fängt am 20. Juni in Wien und Anfang Juli in Langenlois zu proben an. „Aufregend wird’s sicher!“ Auch wenn das Verhältnis zu Boris Eder, der den ebenso legendären Oberkellner Leopold gibt, „sehr entspannt“ ist. Und Michael Scheidl neben einem kleinen Orchester jede Menge „Komik und Slapstick“ für sein „Rössl“ vorhat.

Komik gibt’s auch in den „CopStories“ viel, die in Ottakring spielen und seit 2013 in ORF eins laufen. „Die könnte ich ewig spielen. Und wenn wir ins Kostüm kommen und ich die Uniform anziehe, dann bin ich die Helga!“ Im Herbst, nach dem „Weißen Rössl“, dreht sie erst mal einen Kinofilm, nämlich Ruth Maders „Life Guidance“. Im November kommt eine 90-minütige Weihnachtsfolge der „CopStories“. Und dann? „Schiller würd’ ich wahnsinnig gern spielen. Vor allem die Elisabeth in ‚Maria Stuart’.“