Erstellt am 22. Dezember 2015, 09:23

von Michaela Fleck-Regenfelder

Kultur in letzter Minute. Goldene Abos, glitzernde Packerl, geniale Gutscheine oder ganz besondere Weihnachtsbäume - die besten Geschenktipps aus Niederösterreichs Kulturhäusern.

 |  NOEN, Museum Gugging

Weihnachtsvorstellungen gibt’s schon lange nicht mehr auf NÖs Theaterbühnen. Die jagen zwar, im St. Pöltner Landestheater, am Vorweihnachtsnachmittag noch einen dreisten Räuber. Und die lassen, im Badener Stadttheater, am Stefanitag die „Zauberflöte“ wieder erklingen. Dazwischen ist Pause. Oder besser: Schließtag. Wie auch in NÖs Kunsthäusern.

Und wo bleibt dann die Kultur beim Fest? Die hängt am Baum. Oder liegt darunter. Denn: Kultur lässt sich wunderbar schenken. Im Abo, als Packerl, im Gutschein, im Bilderrahmen. Und das auch noch in letzter Minute. Wo und wie? Hier ein festlicher Überblick.

Goldene und silberne Abos

Am St. Pöltner Rathausplatz hat man heuer gleich zwei weihnachtliche Abonnements aufgelegt. Golden das eine, silbern das andere. Drei Komödien, eine Uraufführung und ein Gastspiel im einen, zwei Komödien und zwei Uraufführungen, alle zwischen Jänner und Mai 2016, im anderen. Und zwanzig Prozent Ermäßigung bei beiden.

Ein ganz besonderes Weihnachtspackerl hat man im Landestheater auch noch im Angebot. Aber da ist nicht nur das Landestheater drin (mit Fritz Hochwälders „Der Himbeerpflücker“). Da ist auch das Festspielhaus drin (mit Richard Siegals Bayerischem Staatsballett). Und da ist die Bühne im Hof drin (mit Christof Spörks „Ebenholz“).

„Meisterkonzerte“ im Dreierpack

Zu haben sind die Abos, das Packerl und natürlich Tickets und Gutscheine für St. Pöltens Kulturhäuser im Kartenbüro, ebenfalls am Rathausplatz. Das hat sogar noch am Weihnachtstag bis 13 Uhr offen. Und serviert seinen Kunden am 24. und am 31. Dezember für jeden Kauf einen Gutschein für ein Glas Sekt.

Und noch ein Weihnachtsabo ist in der Landeshauptstadt zu haben. Nicht im Kartenbüro, sondern in der Kulturverwaltung. Dort hat man gleich drei Abende aus der Reihe der „Meisterkonzerte“ in ein Abonnement gepackt. Und noch ein Bonus-Konzert mit heimischen Nachwuchstalenten als Draufgabe dazugegeben. Unter anderen zu hören: Kammersänger Robert Holl und Opernstar Daniela Fally.

Beliebtes Geschenk: Gutscheine für Kunstgenuss

Gutscheine gibt’s zu Weihnachten aber auch anderswo. Zum Beispiel am St. Pöltner Traisendamm im Landesmuseum (ab 9 Euro). Oder in den vorläufig noch zwei Kunsthäusern an der Kremser Kunstmeile (ab 10 Euro, als Kombiticket ab 15 Euro). Oder in Niederösterreichs „genial einfachem“ Kunstverleih, der Artothek, ebenfalls an der Kunstmeile (ab 18 Euro). An der Klosterneuburger Donaulände, im Essl Museum, hat man gleich eine Jahreskarte auf die Wunschliste gesetzt (und das für gerade einmal 30 Euro). Und am Gugginger Kulturhügel, im Gugginger Museum, hat man einen Fünfer-Block für alle großen und kleinen, vor allem aber kreativen Besucher aufgelegt.

Wer die Kunst lieber im Rahmen, nicht im Kuvert unter den Weihnachtsbaum legt, der ist in der Gugginger Galerie genau richtig. Dort kann man etwa Johann Korecs „Jesuskindlein“ mit Maria und Josef erstehen, in Tusche und Aquarellfarben auf Büttenpapier (um 1.320 Euro). Nicht zum Verschenken, aber zum Einstimmen leistet Ernst Herbecks „Ein Stern am Weihnachtsbaum“ (Bild) aus dem Jahr 1974 gute Dienste. Der ist bis 23. Dezember und ab 27. Dezember in Gugging zu sehen.

Zum Anschauen gibt’s Niederösterreichs Kunst aber schon am Christtag wieder. Etwa in einer Weihnachtsführung durch die sehenswerte EVN-Sammlung in der Kremser Kunsthalle (um 14 Uhr).