Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:30

von Michaela Fleck-Regenfelder

Kultur in 44 Bänden. Seit zehn Jahren führen Niederösterreichs „Kulturwege“ zu den Kulturschätzen des Landes – vom Kamptal bis ins Barockland.

Der Jüngste: Band 44 der „Niederösterreichischen Kulturwege“ (im Bild: das Cover) ist heuer erschienen und unterwegs im „Land des Barock“. Geschrieben wurde er, wie auch viele andere Bände der Reihe, von Gabriele Stöger-Spevak & Stefan Spevak.  |  NOEN, NÖ Landesarchiv

Der Erste führte an den Kamp. Nach Langenlois, nach Schönberg, nach Gars und auf die Rosenburg. Was es dort zu entdecken gibt, an Schlössern und an Burgruinen, an Natur, Kultur und Geschichte, über all das hat Othmar Pruckner auf 48 handlichen Seiten geschrieben. Und das hat Willibald Rosner, Direktor von NÖs Landesarchiv, herausgegeben. Titel: „Niederösterreichische Kulturwege“.

Zehn Jahre, eine ganze Reihe von Autorinnen und Autoren und ganze 43 Bände später füllen die „Kulturwege“ locker zwei dicke Schuber. Und waren schon (fast) überall im weiten Land unterwegs.

Im Ybbstal und im Marchfeld, im Dunkelsteinerwald und im Wienerwald, am Semmering und am Manhartsberg, am Ötscher und am Ostrong, auf der Eisenstraße und der Via Sacra, auf den Spuren der Babenberger und denen der Habsburger (die beschreiben gleich drei Bände), und zuletzt an der March, bei den Mahnmalen und in der barocken Pracht.

Liebevoll und prächtig gestaltet

48 Seiten hat jeder der liebevoll gestalteten und prächtig fotografierten Bände. Wanderwege oder Ausflugsrouten findet man darin allerdings keine. Dafür eine doppelseitige Karte am Ende jedes Bandes. Und ganz viele Geschichten, aus Stadtmuseen und Landesarchiven, über Themen und Orte und von berühmten Autoren und mindestens ebenso berühmten Gästen.

Adalbert Stifter wird da etwa gleich zu Beginn der „Kulturwege“ in den Wienerwald zitiert. Und 35 Seiten später Mark Twain, der 1898 in einer Villa in Kaltenleutgeben mit seiner Familie fünf Monate lang Sommerfrische machte.

„Die Kulturwege bieten regionale, lokale, aber auch thematische Blickwinkel, um Bekanntes und Unbekanntes neu zu entdecken“, fasst Willibald Rosner zusammen. Und mit der kostenlosen App für Android und Apple „sind die Sehenswürdigkeiten Niederösterreichs jetzt noch leichter erreichbar“, ergänzt Elisabeth Loinig, Mitherausgeberin und Leiterin von NÖs Landeskundeinstitut.

In NÖs Landesbibliothek wird am 18. Oktober auch Geburtstag gefeiert – mit dem Gründer, dem Koordinator, zwei Autorinnen und mit allen 44 „Kulturwegen“. www.aufhebenswert.at