Erstellt am 19. Januar 2016, 05:43

von Thomas Jorda

Das Licht ist erloschen. Der große Niederösterreicher und Vater von „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Kurt Bergmann starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 15. Jänner im 81. Lebensjahr.  |  NOEN, APA

Geboren wurde er am 11. Mai 1935 in Ebersberg bei Neulengbach, er wuchs im elterlichen Bäckereibetrieb in St. Pölten auf, die Matura legte er am Jesuitenkolleg in Kalksburg ab.

Sein beruflicher Weg führte ihn stets zu ORF und ÖVP. Er agierte Ende der Siebzigerjahre als Bundesgeschäftsführer und später als Wahlkampfleiter der ÖVP. Er war Abgeordneter zum Nationalrat und politischer Direktor des VP-Parlamentsklubs.

Von 1973 bis 1976 leitete er als Intendant den ORF NÖ, in den Neunzigerjahren war er Generalsekretär des ORF und dann – als Gründervater von „Licht ins Dunkel“ (1973 im Landesstudio NÖ) und „Nachbar in Not“ – bis zur Pensionierung 2003 Leiter der ORF-Abteilung für Humanitarian Broadcasting.

Landeshauptmann Erwin Pröll würdigt Bergmann ausdrücklich. „Er hat im Land und weit darüber hinaus bleibende Spuren hinterlassen: als Journalist und Politiker mit großer Konsequenz und Charakterstärke, aber vor allem auch durch seinen humanitären Einsatz. Sein Name ist untrennbar mit Licht ins Dunkel und Nachbar in Not verbunden. Aktionen, die unglaublich vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben und heute nicht mehr wegzudenken sind.“