Erstellt am 15. Februar 2016, 13:18

Liebe, Lust und neue Kunst. Von Mozart bis Lassnig und von Böheimkirchen bis Baden reichen Niederösterreichs Kulturtermine der Woche.

Figaro  |  NOEN, Barbara Pálffy

Was ein Rendezvous in der Kunst verloren hat? Viel. Zumindest bei Klosterneuburgs Kunstsammler-Paar Agnes und Karlheinz Essl. Die begannen nicht nur ihre Ehe mit einem New Yorker Rendezvous. Sondern auch ihre Kunstsammlung. Und lassen heute, 57 Jahre später, die spannendsten Künstler ihrer Sammlung aufeinandertreffen. „Rendezvous“ heißt also auch die heurige Sammlungspräsentation, die am 18. Februar ihre Pforten öffnet. 

x  |  NOEN, Mischa Nawrata (Mischa Nawrata)

Und in den Galerieräumen des Klosterneuburger Museumshauses echte und imaginäre Rendezvous zeigt – zwischen Maria Lassnig und Arnulf Rainer, die sich in 1950er-Jahren in Paris tatsächlich trafen, zwischen Max Weil und Martha Jungwirth, zwischen Georges Mathieu und Friedensreich Hundertwasser, zwischen Kurt Kocherscheidt und Hermann Nitsch. Zu sehen bis 22. Jänner 2017, www.essl.museum

Zum Stelldichein der ganz anderen, nämlich der musikalischen Art trifft man sich ebenfalls am 18. Februar, aber nicht an der Klosterneuburger Donaulände, sondern vor dem Laxenburger Schlosspark. Bernd Roger Bienert, der sonst allsommerlich die Altenburger Stiftsbibliothek bespielt, hat dort, im Laxenburger Schlosstheater, die Zelte seines Teatro Barocco aufgeschlagen. Und bittet den Grafen und die Gräfin, Figaro und Susanna, Cherubino und Susanna und noch ein paar mehr zum Rendezvous. Und das an einem nicht nur stimmungsvoll-prächtigen Ort. Sondern auch einem historischen. Denn im Laxenburger Schlosstheater gab man schon einmal Mozarts „Le Nozze di Figaro“: im Jahre 1786. Gespielt wird bis 28. Februar, www.teatrobarocco.at

x  |  NOEN, Lukas Beck

Ganz andere, aber nicht weniger schwungvolle Musik wird zwei Tage später, am 20. Februar, im Badener Stadttheater aufgetischt. Dort träumt man auch von der Liebe, dort trifft man sich auch zum Rendezvous, aber vor allem trifft man sich zum Tanz. Kein Wunder, schließlich hat Alexandra Frankmann-Koepp auch Cole Porters Musical-Klassiker „Can-Can“ für die Stadttheater-Bühne in Szene gesetzt. Es singen und tanzen unter anderen Elisabeth Ebner, Oliver Arno oder Alexander Kuchinka, am Spielplan steht der „Can-Can“ bis 20. März. www.buehnebaden.at

Davor, nochmals am 18. Februar, treffen sich die Farben Schwarz, Weiß & Grau zur gleichnamigen Ausstellung im St. Pöltner Kunstwerk. Die sogenannten „Nichtfarben“ dürfen in der Grafik, in der Plastik, in der Malerei, der Fotografie und der Videotechnik glänzen, gezeigt werden Werke unter anderem von Ernest A. Kienzl, Renate Habinger, Elisabeth Kallinger, Hannelore Mann oder Kurt Schönthaler. Zu sehen ist „schwarz, weiß & grau“ bis 20. März, www.stpoeltnerkuenstlerbund.at/kunstwerk

Und ab 22. Februar treffen sich die Brasilianerin Georgia Creimer und der Wiener Thomas Reinhold im Art Room der Firma Würth in Böheimkirchen. Und zeigen Gemeinsames, Verschiedenes, auf jeden Fall aber Neues aus ihrem künstlerischen Werk zum Thema „liquid:morph“. Bis 30. September, http://artroom.wuerth.at

x  |  NOEN, CREIMER