Erstellt am 09. Februar 2016, 03:08

von Thomas Jorda

Limes: Immer Ärger mit den Nachbarn. Gut verteidigt. Die alten Römer waren absolute Sicherheitsdenker und keine Freunde von offenen Schlachten. Mit Begeisterung legten sie ausgedehnte Verteidigungsanlagen an. Und das nicht ohne Grund.

Der Salzturm in Tulln, ein Wachturm des Donaulimes.  |  NOEN, Bwag
Denn kaum hatten sie etwa das keltische Königreich Noricum in die Provinz Pannonien eingebaut, begann der nächste Ärger mit dem Nachbarn, konkret mit den germanischen Markomannen.

Quer durch Europa.

Sie und andere germanische Stämme wollten sich nicht besiegen lassen, blieben gefährlich und zwangen das Reich zu Verteidigungsmaßnahmen. Die Römer legten also im Lauf des ersten Jahrhunderts nach Christus quer durch Europa eine eindrucksvolle Wehranlage gegen die Germanen an, mit steinernen Wachtürmen und Festungen. Über weite Strecken führte dieser Limes entlang der Donau.

Richtung Westen.

Ein wichtiger Abschnitt war der Norisch-Pannonische Limes, der von Carnuntum, dem ältesten Kastell der Anlage, bis Schlögen in Oberösterreich führte. Er wurde in Richtung Westen angelegt und alle vierzehn Kilometer mit einem Kastelle versehen. Die Streckenführung entsprach ungefähr der Wiener Bundesstraße, der B1