Erstellt am 20. Oktober 2015, 09:37

von Ewald Baringer

Die Worte zur Welt. Zum zehnten Jubiläum lasen Felix Mitterer bis Bettina Hering aus der „Wirklichkeit“ des Christoph Hein.

Christoph Hein als Stargast bei "Literatur im Nebel" in Heidenreichstein.  |  NOEN, privat

Zum zehnten Mal pilgerten Literaturbegeisterte vergangenes Wochenende nach Heidenreichstein, wo beim zweitägigen Festival „Literatur im Nebel“ diesmal der deutsche Autor Christoph Hein im Mittelpunkt stand.

Der aus der DDR stammende, in der Bürgerrechtsbewegung aktive und auch nach der Wende stets kritisch beobachtende 71-Jährige lebt in Berlin. Als Autor sieht er sich weder als Ankläger noch als Verteidiger oder Richter. Ausgangspunkt seiner literarischen Tätigkeit sei allerdings immer das jeweilige „Gebäude von Wirklichkeit“.

Angesprochen auf die aktuelle Flüchtlingssituation in Europa sieht sich Hein an die dramatischen Zeiten von Mauerbau und Maueröffnung erinnert. Seit dem Fall der Berliner Mauer sei die Welt im Umbruch. Man dürfe nicht erwarten, dass Veränderungen immer automatisch Vorteile für alle mit sich brächten.

Aus Heins Texten lasen Burg-Doyenne Elisabeth Orth, Schriftsteller Felix Mitterer, Filmschauspieler Thomas Thieme, Noch-Landestheater-Leiterin Bettina Hering oder Donaufestival-Intendant und designierter Festwochen-Chef Tomas Zierhofer-Kin.