Erstellt am 04. April 2016, 12:56

Mahler, vertanzt. Emotionale Töne, existenzielle Tänze und – schon wieder – eine Österreich-Premiere in St. Pölten.

 |  NOEN, Gert Weigelt

„Beiwerk“ ist die Musik für ihn keines. Im Gegenteil: „Die Musik ist für mich unglaublich wichtig“, sagt Martin Schläpfer. Und hat, nach Brahms und Schnittke, mit seinem vielfach ausgezeichneten Ballett am Rhein jetzt Mahler vertanzt.

„7“ heißt die zugehörige Produktion schlicht. Und bewegt sich zu Gustav Mahlers monumentaler, getriebener, aber auch unglaublich schöner siebenten Symphonie. Was die schon dreimal als „Kompanie des Jahres“ ausgezeichnete Truppe unter der Regie von Martin Schläpfer, in Kostümen von Florian Etti und im Licht von Volker Weinhart dazu tanzt, ist romantisch, naiv, grotesk. Aber auch gewaltig, existenziell, einsam, bedrohlich und emotional.

Getanzt wird in schweren Stiefeln ebenso wie in Spitzenschuhen und ganz ohne Schuhwerk. Die Musik zum Tanz kommt vom Tonkünstlerorchester Niederösterreich, das nach „Sinfonien“ vor fast genau einem Jahr, wieder eine Choreografie von Martin Schläpfer begleitet. Am Dirigentenpult: der Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein, Wen-Pin Chien. Zu erleben ist „7“ am 9. April, 19.30 Uhr, im Großen Saal des St. Pöltner Festspielhauses.

<strong>www.festspielhaus.at</strong>