Erstellt am 21. Oktober 2015, 06:37

von Verena Randolf

Mercedes Echerer: Im Haus ihrer Träume. „Noch bevor wir das ganze Haus gesehen hatten, standen wir mit dem Handy im Garten, um mit der Bank auszuloten, wie wir das finanziell machen könnten. Wir haben uns sofort verliebt!“

Schauspielerin Mercedes Echerer ist unter anderem Begründerin des EU-XXL-Wanderkinos, das sie vor zehn Jahren in NÖ ins Leben gerufen hat: »Das erste Jahr war ein Flop«, erinnert sie sich, »mittlerweile gibt es das Projekt aber sogar in anderen Bundesländern.«  |  NOEN, ORF

Schauspielerin Mercedes Echerer gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Refugium im Mostviertel erzählt. Seit 13 Jahren wohnt die gebürtige Linzerin, gemeinsam mit ihrem Mann, dem Regisseur Rupert Henning, in Niederösterreich. „Als ich aus Brüssel zurückkam“, erinnert sie sich, „wollte ich auf keinen Fall mehr in die Stadt. Und das Haus war genauso, wie ich es mir als kleines Mädchen immer erträumt habe!“

Von 1999 bis 2004 war Echerer Politikerin im EU-Parlament. Dann legte sie ihr Mandat zurück, um sich wieder der Schauspielerei zu widmen. Neben Engagements am Wiener Volkstheater und im Theater an der Josefstadt spielte sie unter anderem in „Der Winzerkönig“, „Janus“ und in „Schnell ermittelt“.

Ganz los ließ sie der politische Gestaltungswille aber auch nach ihrer Karriere in Brüssel nicht. Echerer gilt als eine der Vorreiterinnen in Sachen „Urheberrecht“. Für ihr Engagement wurde ihr Anfang Oktober von Kulturminister Ostermayer der Professorentitel verliehen. „Eine Ehrung, die mich besonders freut“, sagt sie, „immerhin wurde ich von meinen Kollegen dafür nominiert. Die haben gemeint: ,Die Echerer kämpft schon so lang, wir wollen Danke sagen‘, und das ist schön!“