Sulz im Weinviertel

Erstellt am 11. April 2017, 02:16

von Thomas Jorda

Die Schule, mit der alles begann. Das größte Freilichtmuseum des Landes bietet eine Spezialität mit politischem Hintergrund.

Inzwischen abgerissen: Die Volksschule von Radlbrunn, die inzwischen im Museumsdorf Niedersulz wiederaufgebaut wurde. Das freie Grundstück steht nun als Festwiese zur Verfügung.  |  VoKU

Zurück an den Start! Am Ostermontag, exakt zwei Tage, ehe sein Weg als Landeshauptmann zu Ende geht, eröffnet Erwin Pröll im Museumsdorf von Niedersulz den Nachbau der Volksschule von Radlbrunn im Weinviertel. Mit ihr verbindet er persönliche Erinnerungen.

Fesche Burschen: die Volksschüler Josef (links) und Erwin Pröll.  |  VoKU

Erste Quellen berichten bereits 1607 über eine Schule in Radlbrunn, nahe der Kirche gelegen. Sie wurde erst vom Stift Lilienfeld betreut, 1865 von der Gemeinde übernommen und 1959 geschlossen. Der spätere Landeshauptmann drückte hier von 1952 bis 1956 die Schulbank.

Im Museumsdorf Niedersulz wurde seit Herbst 2016 an dem Nachbau dieser typischen Weinviertler Volksschule gearbeitet.

Besonderen Wert legte man dabei auf historische und handwerkliche Authentizität. Der Grundriss wurde möglichst genau beibehalten dazu die schiefen Ecken, ungeraden Linien, uneben verputzten Flächen und Ungenauigkeiten. Vom alten Gebäude stammen Dachziegel und Bodenfliesen. Die Färbelung wurde in der Originalfarbe und nach dem Originalmuster ausgeführt.

Museumsdorf Niedersulz

von 15. April bis 1. November, täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Volksschule wird Ostermontag um 15 Uhr eröffnet. www.museumsdorf.at