Erstellt am 17. August 2016, 06:20

von Michaela Fleck-Regenfelder

Stimmen & Stars im Park. Zum zehnten Geburtstag von Niederösterreichs hochkarätigstem Musikfest im Grafenegger Schlosspark gibt’s neue Bäume, neue Töne, neue Gäste – und neues Lob.

NÖN, Werner Kmetitisch

Manche sind schon 300 Jahre alt. Manche sind gerade erst 10. Denn: Im Grafenegger Schlosspark hat man 2007 nicht nur eine spektakuläre Open-Air-Bühne aus der Taufe gehoben. Sondern auch den ersten (neuen) Baum gepflanzt. Den ersten Komponistenbaum. Den hat vor neun Jahren Krzysztof Penderecki eingegossen. Den jüngsten wird der deutsche Komponist und Dirigent Christian Jost einsetzen.

Diesen Freitag. Da öffnet das heurige Grafenegg Festival für die nächsten gut drei Wochen seine Pforten. Mit einem neuen Baum (der wird noch vor dem Abendkonzert im Schlosspark eingepflanzt). Mit neuen Gästen, wie dem deutschen Wagner-Tenor Klaus Florian Vogt (der vier Tage vor dem Grafenegger Wolkenturm am Bayreuther Festspielhügel den Parsifal singt) oder der finnischen Sopranistin Camilla Nylund (die Beethovens Neunte schon in der Hollywood Bowl in Los Angeles gesungen hat). Beethovens Neunte gibt’s beim Geburtstagskonzert zur Festivaleröffnung in Grafenegg auch.

Mit Beethoven ins Jubiläumsjahr

Und dazu noch ganz neue Töne. Eine Fanfare, die der heurige Composer in Residence Christian Jost für das Festival geschrieben hat. Und gleich noch ein Auftragswerk, ein Konzertstück für Tenor und Orchester nach einem Lied von Ludwig van Beethoven. Titel: „An die Hoffnung“.
Mit Beethoven will man im Jubiläumsjahr auch dem Tribut zollen, dass Grafenegg laut Pianist und Intendant Rudolf Buchbinder „zu einem der prominentesten Festivalstandorte mit den weltbesten Orchestern und Solisten im Herzen Europas geworden ist“. Und, so Landeshauptmann Erwin Pröll, zu einem „einzigartigen Kulturstandort“ und einem „Zugpferd für Kunst und Kultur in Niederösterreich“.

Das soll auch der Festakt am 19. August in Bilder fassen, für den Regisseur Michael Sturminger mit Burgschauspielerin Caroline Peters, Staatsopern-Bariton Florian Boesch und Vorarlbergs Musikbanda Franui eine multimediale Zeitreise inszeniert hat – über „das Feiern in einer nicht idealen Welt“.

 

Grafenegg 2016: Das Eröffnungswochenende

 

19. August:
18 Uhr, Auditorium: Festakt
20 Uhr, Wolkenturm: Eröffnung mit dem Tonkünstlerorchester NÖ, Absolventen des European Union Youth Orchesters und dem Wiener Singverein unter Yutaka Sado

20. August
19.30 Uhr, Wolkenturm: The Cleveland Orchestra mit Leila Josefowicz (Violine) unter Franz Welser-Möst

21. August
11 Uhr, Auditorium: Matinée „Die schöne Müllerin“ mit Klaus Florian Vogt (Tenor) und Helmut Deutsch (Klavier)

21. August
19.30 Uhr, Wolkenturm: The Cleveland Orchestra mit Luba Orgonášová (Sopran) unter Franz Welser-Möst
Samstag und Sonntag jeweils 16.30 Uhr, Schlosshof: Prélude und 18 Uhr, Reitschule: Einführung

Programm, Karten und Infos zum Festival bis 11. September unter www.grafenegg.com