Erstellt am 29. Oktober 2015, 07:07

von Martin Gebhart

"Sacrificium" bietet Spannung. Franz Josef Weißenböcks Auseinandersetzung mit der Kirche.

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Wie ist das mit dem Glauben? Wie ist das mit Gott? Wie ist das mit der Kirche und ihrer Hierarchie? Der Autor Franz Josef Weißenböck aus Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) hat sich immer wieder mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Am spannendsten in seinem neuesten Werk „Sacrificium“, das vor wenigen Wochen im Wieser Verlag erschienen ist.

Es ist die Geschichte des 55-jährigen Frühpensionisten Jakob, der in einem Kloster – der „Burg“ – erzogen wird, der Theologie studiert, schließlich abbricht und den Schritt zum Priestertum nicht mehr geht. An ihm zieht sein Leben vorbei, seine Freundschaften, seine Konflikte und seine Suche nach einem Weg.

Aufarbeiten von vielen Fragen

Als er an einem Karfreitag nochmals die „Burg“ besucht, bricht es beim Gottesdienst aus ihm heraus und er bezichtigt vor versammelter Gottesdienst-Gemeinde den alten Prior des Missbrauchs.

Die Geschichte von Jakob – Franz Josef Weißenböck nennt sie eine Parabel – ist mehr als eine äußert spannende Erzählung. Es ist eine Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche, ein Aufarbeiten der vielen Fragen, die sich – vor allem viele ihrer Mitglieder – immer wieder stellen.

Übrigens: Das Bild am Cover des Buches stammt von dem Wiener Neustädter Künstler Florian Jakowitsch.